The Banks of England

While stand the banks of England, England stands. When fall the banks of England, England falls.

Wir verstehen nur, was wir verstanden haben

Thomas Mann forderte von seinen Lesern, den „Zauberberg“ zweimal zu lesen. Warum? Beim ersten Lesen steht das Narrative ganz im Vordergrund: Die erzählte Geschichte muss zuallererst verstanden werden. Rückbezüge, Vorverweise, Strukturen, Muster usw. werden erst später bewusst: Die Ordnung des Textes entdeckt man – und seine Schönheit – meist erst im zweiten Lesedurchgang. In den Worten Thomas…

Dank dem Straßenbahnfahrer!

Großen Dank dem unbekannten Straßenbahnfahrer des RNV, der noch einmal angehalten und mich reingelassen hat!

Brezel-Chart

Frankfurt a.M. Hbf 60 Cent, Heidelberg Hbf 70 Cent, Stuttgart Hbf 80 Cent.

Lepsius, Nie war sie so dogmatisch wie heute

Die in dieser Zeitung geführte Debatte um die Wissenschaftlichkeit der Rechtswissenschaft verknüpft eine altbekannte Thematik mit der Frage, ob aus der Praxisorientierung Wissenschaftsdefizite folgen, die sich als Plagiatsneigung manifestieren können (Heinig/Möllers). Die Reaktionen weisen demgegenüber auf das anerkannt gelungene Rechtsgespräch von Wissenschaft und Praxis hin (Huber/Radtke) und erklären die praktische Arbeit auch zum Gegenstand der…

Heinig/Möllers, Kultur der Wissenschaftlichkeit

Die Causa zu Guttenberg ist auch ein Symptom für Fehlentwicklungen in der deutschen Rechtswissenschaft. Diese These hat lebhafte Zustimmung, aber auch scharfe Kritik hervorgerufen. Was die Rechtswissenschaft zu einer Wissenschaft macht, ist eine alte, aber stets neu zu stellende Frage. Davon nicht zu trennen, doch notwendig zu unterscheiden ist die andere Frage, wie eine gute…

Canaris/Schmidt, Hohe Kultur

Unter der Überschrift „Kultur der Kumpanei“ hat diese Zeitung einen Beitrag der Kollegen Heinig und Möllers veröffentlicht, in dem anlässlich des Falles zu Guttenberg ein Rundumschlag gegen die wissenschaftsethische Seriosität der deutschen Jurisprudenz geführt wird. Reißerisch heißt es, dass „in wohl keinem anderen Fach Doktoranden so systematisch zum Regelbruch verleitet werden wie in der Rechtswissenschaft“…

Huber/Radtke, Leistungsfähig und vorbildlich

In ihrem Beitrag „Kultur der Kumpanei“ zeichnen Hans Michael Heinig und Christoph Möllers ein Zerrbild vom Zustand der akademischen Rechtswissenschaft in Deutschland, das auf einer selektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit und auf einer Verabsolutierung des eigenen wissenschaftlichen Zugriffs beruht. Es erschöpft sich in einer – im Einzelfall zwar berechtigten, in der Verallgemeinerung jedoch unzulässigen – Diskreditierung…

Heinig/Möllers, Kultur der Kumpanei

Dissertationsschriften sollen gemeinhin einen Beitrag zum Erkenntnisgewinn leisten. An diesem Erfordernis gemessen, ist ein Großteil der juristischen Dissertationen überflüssig. Als Wissenschaft würde die Juristerei gewinnen, wenn sie weniger, dafür bessere Dissertationen hervorbrächte. 

Reuß, Die Mitarbeit des Schriftbildes am Sinn

Eine gepflegte Typografie ist kein Luxus, sondern Voraussetzung und Bedingung für einen angemessenen Umgang mit Texten. Wo sie wegfällt, leidet mit erschwerter Lesbarkeit auch das Textverständnis.