Ende des Kommunismus

Mit dem Ende des Kommunismus waren … eine Menge … Menschen von einer einzigen abwegigen Vorstellung überzeugt: Freiheit, das hieß vor allem Geld, das hieß Kampf, in dem sich jeder allein um sich selbst kümmerte… (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 58)

Frankreichs Kunst

… Frankreich, das die Kunst beherrscht, zu sich selbst aufzublicken… (Roland Kaehlbrandt, Von der Schönheit der deutschen Sprache, 2. Aufl. 2025, S. 22)

Verrückt!

Als Verrückter erkennt man oft die Verrücktheiten der anderen, nur die eigene ist einem völlig unersichtlich. (Thomas Melle, Die Welt im Rücken, 5. Aufl. 2016, S. 258)

Schicksalsschmied

… was man Schicksal nennt und was im Grunde wir selber sind… (Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, S. 129 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1985])

Left in Your Love

Er hatte geliebt und dabei sich selbst gefunden. Die meisten aber lieben, um sich dabei zu verlieren. (Hermann Hesse, Demian, 54. Aufl. 2024, S. 176)

Verkneipte Semester

Ich erinnerte mich an Beamte meiner Vaterstadt, alte, würdige Herren, welche an den Erinnerungen ihrer verkneipten Semester hingen wie an Andenken eines seligen Paradieses und mit der entschwundenen „Freiheit“ ihrer Studentenjahre einen Kultus trieben, wie ihn sonst etwa Dichter oder andere Romantiker der Kindheit widmen. Überall dasselbe! Überall suchten sie die „Freiheit“ und das „Glück“…

Warum Angst?

Die Menschen fliehen zueinander, weil sie voreinander Angst haben… Und warum haben sie Angst? Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist. Sie haben Angst, weil sie sich nie zu sich selber bekannt haben. Eine Gemeinschaft von lauter Menschen, die vor dem Unbekannten in sich selber Angst haben! (Hermann Hesse, Demian, 54….

Angst vor dem eigenen Innern

… – es gab für jeden ein „Amt“, aber für keinen eines, das er selber wählen, umschreiben und beliebig verwalten durfte. Es war falsch, neue Götter zu wollen, es war völlig falsch, der Welt irgend etwas geben zu wollen! Es gab keine, keine, keine Pflicht für erwachte Menschen als die eine: sich selber zu suchen,…

Nur nicht diesen Weg!

… nichts auf der Welt ist dem Menschen mehr zuwider, als den Weg zu gehen, der ihn zu sich selber führt. (Hermann Hesse, Demian, 54. Aufl. 2024, S. 55)

Entzauberung des Vaters

Es war ein erster Riß in die Heiligkeit des Vaters, es war ein erster Schnitt in die Pfeiler, auf denen mein Kinderleben geruht hatte, und die jeder Mensch, ehe er er selbst werden kann, zerstört haben muß. Aus diesen Erlebnissen, die niemand sieht, besteht die innere, wesentliche Linie unsres Schicksals. Solch ein Schnitt und Riß…

Droge

Eine Droge ist ein Gegner, der genauso ist wie man selbst. Genauso groß, genauso breit, genauso kräftig. Keinen Zentimeter größer, keinen Zentimeter kleiner. Nicht schwerer und nicht leichter, nicht stärker und um nichts schwächer. Wie besiegt man so jemanden? Wie besiegt man jemanden, der genauso ist wie man selbst? (Thomas Glavinic, Das größere Wunder, 2024, S….

Stolz und Eitelkeit

Eitelkeit und Stolz sind verschiedene Dinge, obgleich man den Ausdruck oft für die gleiche Sache verwendet. Ein Mensch kann stolz sein, ohne eitel zu sein. Stolz bezieht sich mehr auf unsere Meinung von uns selbst, Eitelkeit auf das, was wir die anderen gern von uns denken lassen. (Jane Austen, Stolz und Vorurteil, 1985, S. 27)