Nachgerechnet: Inflation

Zahl des Tages: Mehr als 7% Inflation sind es jetzt. Konkret heißt das, dass etwas, was heute 100 Euro kostet, in fünf Jahren schon 140 Euro kostet und in zehn Jahren fast 200 Euro. Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt in Deutschland betrug 2021 rund 4.100 Euro. Das wird in fünf Jahren 2.852 Euro entsprechen und in zehn…

Der Gepard

Der Gepard, das war der Panzer der Bundeswehr, an dem ich meinen Wehrdienst abgeleistet habe. Sein Plus: Er ist ziemlich einfach zu bedienen und zu warten. Meine Ausbildung an ihm dauerte damals (1989!) drei Monate, aber im Grunde waren wir schon nach einer Woche fit, ihn zu bedienen, und nach einer weiteren Woche, ihn zu…

Körpersprache

… die plötzliche Erkenntnis wollte Raum… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 50)

Es geht ihm an den Kragen

[I]hm war, als werde seine Freiheit eingeschränkt, als mache man mit der Verhaftung ernst… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 49)

Ruhe: stärker als Lärm

Die Leute der linken Partei, …, mochten im Grunde ebenso unbedeutend sein wie die der rechten Partei, aber die Ruhe ihres Verhaltens ließ sie bedeutungsvoller erscheinen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 43)

Aftermiete

… Aftermiete… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 40)

Verteidigung

[D]er Proceß kam in Gang und er mußte sich dem entgegenstellen… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 35)

„Krieg“ ist nicht das korrekte Wort

Zitat des Tages: „‚Krieg‘ ist nicht das politisch korrekte Wort. Es heißt Sicherheitseinsatz zum Schutz der Handelswege und der Rohstoffzufuhr. Auch sagen wir nicht mehr Soldaten, sondern Qualitätssicherer.“

Die Richtlinien der Politik

Ich frage mich manchmal, ob nicht mehr der Staat in Gestalt seiner Handelnden der Gesellschaft Ziel und Richtung vorgibt, sondern umgekehrt die Gesellschaft den Handelnden des Staates. Wenn es so ist, dann ist es jedenfalls so nicht die Idee des Grundgesetzes, denn dieses sagt in Art. 65 Satz 1 GG: „Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien…

Kuss an der Gurgel

Schließlich küßte er sie…, wo die Gurgel ist, und dort ließ er die Lippen lange liegen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 34)

Die Sache mit dem Handgelenk oder: niemals und niemandem

K. faßte sie bei der Hand und dann beim Handgelenk: „Sie sind mir aber nicht böse?“ sagte er. Sie streifte seine Hand ab und antwortete: „Nein, nein, ich bin niemals und niemandem böse“. Er faßte wieder nach ihrem Handgelenk, sie duldete es jetzt… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 33)

Rat und Ratlosigkeit

„Ja, aber wenn ich Ratgeber sein soll, müßte ich wissen, um was es sich handelt“, sagte Fräulein Bürstner. „Das ist eben der Haken“, sagte K., „das weiß ich selbst nicht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 30)

Die Anziehungskraft des Gerichts

[I]ch möchte alles wissen und gerade Gerichtssachen interessieren mich ungemein. Das Gericht hat eine eigentümliche Anziehungskraft, nicht? (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 30)

Schuldlos?

„Doch“, sagte K., „glauben Sie denn daß ich schuldlos bin?“ „Nun schuldlos…“, sagte das Fräulein, „ich will nicht gleich ein vielleicht folgenschweres Urteil aussprechen… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 30)

Die Reinheit

„Die Reinheit!“, rief K. noch durch die Spalte der Tür, „wenn Sie die Pension rein erhalten wollen, müssen Sie zuerst mir kündigen.“ (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 27)

Die Verleumdung

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 7)

Philosophie: des Werdens und des Gewordenen

Plato und Goethe repräsentieren die Philosophie des Werdens, Aristoteles und Kant die des Gewordenen. Hier steht Intuition gegen Analyse. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 68)