Die wirkliche Zeit

… die wirkliche Zeit ist eben nicht nach der Uhr und dem Kalender zu messen. (Michael Ende, Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, 5. Aufl. 2019, S. 238)

Vergraben unter einem Berg von Zeit

Es gibt viele Arten von Einsamkeit, aber Momo erlebte eine, die wohl nur wenige Menschen kennengelernt haben und die wenigsten mit solcher Gewalt. Sie kam sich vor wie eingeschlossen in einer Schatzhöhle voll unermessliche Reichtümer, die immer mehr und mehr wurden und sie zu ersticken drohten. Und es gab keinen Ausweg! Niemand konnte zu ihr…

Lebensgefahr

… das Gefährlichste, was es im Leben gibt, sind Wunschträume, die erfüllt werden. (Michael Ende, Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, 5. Aufl. 2019, S. 230)

Buchendgefühl

Dir war seltsam und traurig zumute – du hast dieses Gefühl auch heute noch, wenn du mit einem Buch fertig bist. (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 126)

Ende des Kommunismus

Mit dem Ende des Kommunismus waren … eine Menge … Menschen von einer einzigen abwegigen Vorstellung überzeugt: Freiheit, das hieß vor allem Geld, das hieß Kampf, in dem sich jeder allein um sich selbst kümmerte… (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 58)

Nicht denken!

Sich einer Gefahr auszusetzen ist einfach… Am Anfang und am Ende steht der Entschluss. Dazwischen darf es nichts geben. (Thomas Glavinic, Das größere Wunder, 2024, S. 203)

Gespräche am Ende der Nacht

… die Sorte von Gesprächen, die man nur am Ende der Nacht führen kann und die noch tagelang nachhallen. (Benedict Wells, Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben, 2024, S. 94)

Aller Anfang ist leicht

Die ersten Gedanken sind einfach, die letzten sind es auch. Nur dazwischen verliert sich alles. (Robert Seethaler, Der letzte Satz, 2021, S. 127)

Was Liebe ist und was sie nicht ist

In seinem dreiundvierzigsten Jahr erfuhr William Stoner, was andere, oft weit jüngere Menschen vor ihm erfahren hatten: dass nämlich jene Person, die man zu Beginn liebt, nicht jene Person ist, die man am Ende liebt, und das Liebe kein Ziel, sondern der Beginn eines Prozesses ist, durch den ein Mensch versucht, einen anderen kennenzulernen. (John…

Das Ende vom Liede

Wir mästen alle andern Kreaturen, um uns zu mästen; und uns selbst mästen wir für Maden… das ist das Ende vom Liede. (William Shakespeare, Hamlet, übers. v. August Wilhelm Schlegel, Vierter Akt, Dritte Szene)

Mancherlei Schuld

[E]s gibt mancherlei Schuld, …, die der Tat, die des Gedankens – … die [des] Daseins. (Michael Ende, Die unendliche Geschichte, 4. Aufl. 2020, S. 312)