Panik und Angst waren spürbar, die Verunsicherten saßen in Führungspositionen. Keiner wollte etwas falsch machen… Genau genommen bezahlte man uns gar nicht für die Arbeit, die wir machten, sondern kaufte sich von Verantwortung frei.
Ich ging manchmal zur Arbeit und arbeitete nicht, ich verlängerte und verlangsamte Abläufe, ich erfand Sitzungsanlässe, um auch andere Mitarbeiter des Unternehmens zu blockieren. Unter dem Deckmantel der Effizienz versuchte ich, ineffiziente Projektarbeit zu machen.
… Jede schlechte Nachricht über ein von mir geschaffenes Problem verband ich vor unseren Auftraggebern mit der guten Nachricht, dass ich jenes Problem lösen könne. Es war frustrierend, wie gut das ankam.
(Martin Kordić, Jahre mit Martha, 5. Aufl. 2024, S. 203)