Die in dieser Zeitung geführte Debatte um die Wissenschaftlichkeit der Rechtswissenschaft verknüpft eine altbekannte Thematik mit der Frage, ob aus der Praxisorientierung Wissenschaftsdefizite folgen, die sich als Plagiatsneigung manifestieren können (Heinig/Möllers). Die Reaktionen weisen demgegenüber auf das anerkannt gelungene Rechtsgespräch von Wissenschaft und Praxis hin (Huber/Radtke) und erklären die praktische Arbeit auch zum Gegenstand der…
Schlagwort: Guttenberg
Heinig/Möllers, Kultur der Wissenschaftlichkeit
Die Causa zu Guttenberg ist auch ein Symptom für Fehlentwicklungen in der deutschen Rechtswissenschaft. Diese These hat lebhafte Zustimmung, aber auch scharfe Kritik hervorgerufen. Was die Rechtswissenschaft zu einer Wissenschaft macht, ist eine alte, aber stets neu zu stellende Frage. Davon nicht zu trennen, doch notwendig zu unterscheiden ist die andere Frage, wie eine gute…
Canaris/Schmidt, Hohe Kultur
Unter der Überschrift „Kultur der Kumpanei“ hat diese Zeitung einen Beitrag der Kollegen Heinig und Möllers veröffentlicht, in dem anlässlich des Falles zu Guttenberg ein Rundumschlag gegen die wissenschaftsethische Seriosität der deutschen Jurisprudenz geführt wird. Reißerisch heißt es, dass „in wohl keinem anderen Fach Doktoranden so systematisch zum Regelbruch verleitet werden wie in der Rechtswissenschaft“…
Huber/Radtke, Leistungsfähig und vorbildlich
In ihrem Beitrag „Kultur der Kumpanei“ zeichnen Hans Michael Heinig und Christoph Möllers ein Zerrbild vom Zustand der akademischen Rechtswissenschaft in Deutschland, das auf einer selektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit und auf einer Verabsolutierung des eigenen wissenschaftlichen Zugriffs beruht. Es erschöpft sich in einer – im Einzelfall zwar berechtigten, in der Verallgemeinerung jedoch unzulässigen – Diskreditierung…
Heinig/Möllers, Kultur der Kumpanei
Dissertationsschriften sollen gemeinhin einen Beitrag zum Erkenntnisgewinn leisten. An diesem Erfordernis gemessen, ist ein Großteil der juristischen Dissertationen überflüssig. Als Wissenschaft würde die Juristerei gewinnen, wenn sie weniger, dafür bessere Dissertationen hervorbrächte.