Plädoyer für und Apologie des Verfassungsrecht(s)

Zitat des Tages: „Gerade angesichts der Ausdifferenzierung des Rechts und der Materialfülle einerseits und der Vergrößerung des blinden Flecks durch den exklusiven Rückgriff auf eher wirtschaftlichen als rechtswissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtete Verlagsprogramme und Datenbanken…, verbunden mit einer schnellen Abfolge von Gesetzesänderungen, andererseits ist das feinsinnige verfassungsrechtliche Werkzeug nicht nur hilfreich, sondern unverzichtbar.“

Was ist der Staat?

Der Inbegriff aller Rechtsnormen? Eine vorgegebene staatliche Schicksalsgemeinschaft? Eine pure Grundrechtsverwirklichungsagentur?

Die Welt ist viel kleiner als wir denken…

Was uns mit Osama bin Laden und Barack Obama verbindet? Das „Kleine-Welt“-Phänomen! Das haben wir schon gewusst: Die Welt ist klein. Aber: Wir alle sind enger miteinander verbunden, als wir denken, und unsere Welt ist viel kleiner – und viel numerischer –, als den meisten Menschen bewusst ist. Warum das so ist und was uns darum mit Osama bin Laden und Barack…

Das „Kleine-Welt“-Phänomen

Das „Kleine-Welt“-Phänomen … beruht auf einer Idee, die ursprünglich von dem ungarischen Autor Frigyes Karinthy im Jahr 1929 beschrieben wurde. Karinthy stellte sich ein Szenario vor, in dem jeder Mensch auf der Welt mit jedem anderen über eine Kette von höchsten fünf Bekanntschaftsbeziehungen verbunden ist. Vier Jahrzehnte später entwickelte der Psychologe Stanley Milgram ein konkretes Experiment, um die Anzahl von Verbindungen…

Climate Ride

Quote of the day: “The world is an amazing place that deserves to be explored and protected. And the people we share it with are just a bike-ride away.”

Kritik der eigenen Urteilskraft

Gestern hat Gerald Wagner die Soziologie des Facebook ziemlich kritisch betrachtet. Das radikale postmoderne Meta-Gegenmodell der relationalen Rationalität läuft – in Anlehnung an Karl-Heinz Ladeur (Postmoderne Rechtstheorie, 2. Aufl. [1995], S. 139) – „auf ein multiples, polykontexturales Operieren mit einer Vielfalt von Beobachtern mit den in einem System akkumulierten und über rekursive Netzwerk- und Trajektorienbildung…

Kritik der eigenen Urteilskraft

Gestern habe ich begonnen, mein Facebook-Profil aktiv zu betreiben. Heute erscheint in meiner Zeitung „Eine Soziologie des Facebook“ mit kritischen Ober- und Untertönen von Gerald Wagner. Ein bedenkenswerter Zufall des Lebens? Jedenfalls ein lesenswerter und eine Herausforderung an die Kritik der eigenen Urteilskraft!

Tochterphilosophie

Kindermund: „Papa, manchmal muss man das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist. Und wenn der Tee kalt ist, dann ist er kalt.“

Das heißt: sich verwirklichen

„Aber was heißt das eigentlich: sich verwirklichen?“ „Es ist ein philosophischer Begriff… Für uns Schüler des Aristoteles und des heiligen Thomas ist der höchste aller Begriffe: das vollkommene Sein. Das vollkommene Sein ist Gott. Alles andere, was ist, ist nur halb, ist teilweise, es ist werdend, ist gemischt, besteht aus Möglichkeiten. Gott aber ist nicht…

Bild und Idee

„Aber was war es denn, was die Kunst dir gebracht und bedeutet hat?“ „Es war die Überwindung der Vergänglichkeit. Ich sah, daß aus dem Narrenspiel und Totentanz des Menschenlebens etwas übrigblieb und überdauerte: die Kunstwerke. Auch sie vergehen ja wohl irgendeinmal, sie verbrennen oder verderben oder werden wieder zerschlagen. Aber immerhin überdauern sie manches Menschenleben…

Der Ursprung der Kunst

Vielleicht, dachte er, ist die Wurzel aller Kunst und vielleicht auch alles Geistes die Furcht vor dem Tode. Wir fürchten ihn, wir schauern vor der Vergänglichkeit, mit Trauer sehen wir immer wieder die Blumen welken und die Blätter fallen und spüren im eigenen Herzen die Gewißheit, daß auch wir vergänglich sind und bald verwelken. Wenn…

Was Generalstäbe und Familien falsch machen

Sagt man nicht, daß die Generalstäbe ihre Armeen in Friedenszeiten immer vorzüglich vorbereiten – auf den letztvergangenen Krieg? Ich weiß nicht, wie es damit ist. Aber sicher erziehen alle gewissenhaften Familien ihrer Söhne stets vorzüglich für die letztvergangene Epoche. (Sebastian Haffner, Geschichte eines Deutschen – Die Erinnerungen 1914–1933, 2. Aufl. 2000, S. 100)