Ein Mensch, der irgend etwas in der Welt wahrhaftig und selbstlos um seiner selbst willen genießt, ohne sich einen Deut darum zu scheren, was andere darüber sagen, ist allein durch diese Tatsache … gewappnet… Ich habe einen Menschen gekannt, der gegen starke Versuchungen zum gesellschaftlichen Ehrgeiz gewappnet war durch eine noch stärkere Vorliebe für Kaldaunen…
Schlagwort: Mensch
Des Menschen Wille
Denn des Menschen Wille ist sein Himmelreich… (Gottfried Keller, Kleider machen Leute, 2023 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 52)
Der Mensch im Lehrbuch der Dogmatik
Im Lehrbuch der Dogmatik ist … ein Mensch genau wie der andere, im Leben aber nicht. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, 31. Aufl. 1993, S. 46)
Hunger: nach Erleben und Vergessen
Vielleicht hat der Mensch nächst dem Hunger nach Erlebnis keinen stärkeren Hunger als den nach Vergessen. (Hermann Hesse, Die Morgenlandfahrt, 11. Aufl. 1998, S. 51)
Der Tod ist scheiße
Objektiv gesehen ist der Tod das Beste, was den Menschen passieren konnte. Er zwingt sie, sich dem Leben zu stellen… Er ist das einzig richtige Ende, notwendig und ein starker Antrieb… Subjektiv gesehen ist der Tod natürlich scheiße. (Benedict Wells, Fast genial, 2011, S. 187)
Minister
Wer sich Den Menschen nützlich machen will, muss doch Zuerst sich ihnen gleichzustellen suchen. (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 3390 ff.)
Kein höheres Wesen!
Dass Menschen nur – nicht Wesen höh‘rer Art – Die Weltgeschichte schreiben! (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 3149 f.)
Zufall und Zweck
Den Zufall gibt die Vorsehung – Zum Zwecke Muss ihn der Mensch gestalten… (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 2965 f.)
Ein kläglich Wesen ist der Mensch
Der Mensch ist ein so klägliches Wesen, dass er ein gemeines Wort wichtiger nimmt als hundert liebe. Wieso zählt ein: „Ich liebe dich!“, nicht ebenso viel wie ein: „Ist die Liebe schon vorbei?“ Wieso zählen hundert liebe Worte nicht hundert Mal mehr als ein gemeines? Wieso? Es ist teuflisch: So viel wird von der Gottesebenbildlichkeit…
Tiefseemenschen
Tiefseemenschen
Das Schweigen ertragen
Er gehört zu jenen Menschen, die aus Unsicherheit ein Schweigen nicht ertragen können und glauben, es durch übertriebene Vertraulichkeiten überbrücken zu müssen; zu jenen, die einem dann sagen: „Ich bin stets offen zu Ihnen gewesen.“ Doch, meine Güte, das Entscheidende ist nicht, selbst offen zu sein, sondern dem anderen die Möglichkeit zu geben, sich zu…
Verschiedener von mir
Nichts kann verschiedener von mir selbst sein als ich selbst. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 70)