Die Methode des Advokaten

So wirkte also die Methode des Advokaten,…, daß der Klient schließlich an die ganze Welt vergaß und nur auf diesem Irrweg zum Ende des Processes sich fortzuschleppen hoffte. Das war kein Klient mehr, das war der Hund des Advokaten. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 178)

Wie der Schatz im Acker

Ich habe … alles was ich besitze auf dem Proceß verwendet. So habe ich z.B. alles Geld meinem Geschäft entzogen, früher füllten die Bureauräume meines Geschäftes fast ein Stockwerk, heute genügt eine kleine Kammer im Hinterhaus, wo ich mit einem Lehrjungen arbeite. Diesen Rückgang hat natürlich nicht nur die Entziehung des Geldes verschuldet, sondern mehr…

Wie der Schatz im Acker

Ich habe … alles was ich besitze auf dem Proceß verwendet. So habe ich z.B. alles Geld meinem Geschäft entzogen, früher füllten die Bureauräume meines Geschäftes fast ein Stockwerk, heute genügt eine kleine Kammer im Hinterhaus, wo ich mit einem Lehrjungen arbeite. Diesen Rückgang hat natürlich nicht nur die Entziehung des Geldes verschuldet, sondern mehr…

Glauben!

… wirkliche Freisprechungen, man kann sie glauben, nachweisbar sind sie aber nicht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 141)

Gericht und Henker

Ein einziger Henker könnte das ganze Gericht ersetzen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 141)

Die drei Arten der Befreiung

Ich habe vergessen Sie zunächst zu fragen, welche Art der Befreiung Sie sich wünschen. Es gibt drei Möglichkeiten, nämlich die wirkliche Freisprechung, die scheinbare Freisprechung und die Verschleppung. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 139)

Der ungünstige Einfluss der Juristerei auf den künstlerischen Schwung

Der Maler beobachtete die Wirkung, die seine Erklärung auf K. gemacht hatte und sagte dann mit einer gewissen Ängstlichkeit: „Fällt es Ihnen nicht auf daß ich fast wie ein Jurist spreche? Es ist der ununterbrochene Verkehr mit den Herren vom Gericht, der mich so beeinflußt. Ich habe natürlich viel Gewinn davon, aber der künstlerische Schwung…

Das ganze Leben

Die Eingabe bedeutete freilich eine fast endlose Arbeit. Man … konnte doch leicht zu dem Glauben kommen, daß es unmöglich war die Eingabe jemals fertigzustellen,… weil in Unkenntnis der vorhandenen Anklage und gar ihrer möglichen Erweiterungen das ganze Leben in den kleinsten Handlungen und Ereignissen in die Erinnerung zurückgebracht, dargestellt und von allen Seiten überprüft…

Allein in der Welt

Wäre er allein in der Welt gewesen, hätte er den Proceß leicht mißachten können, wenn es allerdings auch sicher war, daß dann der Proceß überhaupt nicht entstanden wäre. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 114)

Rechtfertigung des Lebens

Der Gedanke an den Proceß verließ ihn nicht mehr. Öfters schon hatte er überlegt, ob es nicht gut wäre, eine Verteidigungsschrift auszuarbeiten und bei Gericht einzureichen. Er wollte darin eine kurze Lebensbeschreibung vorlegen und bei jedem irgendwie wichtigern Ereignis erklären, aus welchen Gründen er so gehandelt hatte, ob diese Handlungsweise nach seinem gegenwärtigen Urteil zu…

Geständnis als Ausweg

[G]egen dieses Gericht kann man sich … nicht wehren, man muß das Geständnis machen… Erst dann ist die Möglichkeit zu entschlüpfen gegeben, erst dann. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 98)