Der Theologe als Wissenschaftler und als Künstler

Es ist eben in der Theologie nicht anders als anderwärts. Es gibt eine Theologie, die ist Kunst, und eine andere, die ist Wissenschaft oder bestrebt sich wenigstens, es zu sein. Das war vor alters so wie heute, und immer haben die Wissenschaftlichen über den neuen Schläuchen den alten Wein versäumt, indes die Künstler, sorglos bei…

All Intertwined

One Eva Smith has gone – but there are millions and millions and millions of Eva Smiths and John Smiths still left with us, with their lives, their hopes and fears, their suffering, and chance of happiness, all intertwined with our lives, with what we think and say and do. We don’t live alone. We are members of one body. We…

Glaube

[D]er dürre Stab Kann Zweige treiben in des Glaubens Hand! (Friedrich Schiller, Maria Stuart, 2001, V. 3626 f.)

Was im Leben wirklich schmerzt

In großes Unglück lehrt ein edles Herz Sich endlich finden, aber wehe tut’s, Des Lebens kleine Zierden zu entbehren. (Friedrich Schiller, Maria Stuart, 2001, V. 52–54)

Urteil in eigener Sache

[W]er würde es ertragen, den Spruch eines allwissenden Gerichtshofes über sich selbst zu vernehmen? (Hermann Hesse, Die Morgenlandfahrt, 20. Aufl. 2021, S. 80)

Was die Zahlen und das Leben gemeinsam haben

Ich halte es für notwendig, ihm das mit der Klaustrophobie näher zu erklären. „Weißt du, was hinter der Mathematik steckt?“ frage ich. „Hinter der Mathematik stecken die Zahlen. Wenn mich jemand fragen würde, was mich richtig glücklich macht, dann würde ich antworten: die Zahlen. Schnee und Eis und Zahlen. Und weißt du, warum?“ … „Weil…

Logik und Lebenswille

Die Logik ist zwar unerschütterlich, aber einem Menschen der leben will, widersteht sie nicht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 210)

Im letzten Schein des Lebens

Es war nichts Heldenhaftes, wenn er widerstand, wenn er jetzt den Herren Schwierigkeiten bereitete, wenn er jetzt in der Abwehr noch den letzten Schein des Lebens zu genießen versuchte. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 208)

Besser gebunden als frei!

[A]uch nur an den Eingang des Gesetzes gebunden zu sein ist unvergleichlich mehr als frei in der Welt zu leben. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 203)

Vor dem Gesetz

Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. „Es ist möglich“, sagt der Türhüter, „jetzt aber…

Mittelpunkt von allem

[D]as alles bewegte sich um K. als um seinen Mittelpunkt, während er selbst die Wörter die er brauchte, zusammenstellte, dann im Wörterbuch suchte, dann herausschrieb, dann sich in ihrer Aussprache übte und schließlich auswendig zu lernen versuchte. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 187)