… aber das Verhältnis zur Zeit hat sich geändert. Vielleicht, weil man immer ärmer daran wird. Vielleicht, weil man die Selbsttäuschung merkt, die im Abspinnen der Lebensgeschäfte liegt. (Jakob Wassermann, Joseph Kerkhovens dritte Existenz, 1989, S. 158)
Schlagwort: Leben
Leben hautnah
Das geht, man kann das Leben hautnah an sich herankommen lassen, man soll es vielleicht, aber dann muß man den Mut haben, der vor nichts zurückschreckt, vor keiner Bedrohung und vor keiner Demütigung. (Jakob Wassermann, Joseph Kerkhovens dritte Existenz, 1989, S. 65)
Die Gegenwart der Mietwohnung
Er stand seiner eigenen Vergangenheit mit dem Gefühl gegenüber, das man für eine Mietwohnung hat, aus der man längst ausgezogen ist. (Jakob Wassermann, Joseph Kerkhovens dritte Existenz, 1989, S. 49)
Wassermann als Jobberater
Man darf nicht vom Beruf leben wollen, wenn man nicht mehr die Überzeugung hat, daß man ihn so restlos ausfüllt wie ein Körper seine Haut. Man muß der Herr des Metiers sein, nicht sein Knecht, nicht sein Hund. Das ist alles so einfach, wie wenn du guten Tag sagst; sieht man näher zu, so ist…
Man kann nicht zweimal in denselben Bus steigen!
Falsch zitierte Zitate: „Man kann nicht zweimal in denselben Bus steigen!“ (Heraklit)
Was haben ein Blumentopf, Golfbälle und Bier mit ihrem Leben zu tun?
Ein Professor stand vor einer Philosophieklasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen großen Blumentopf und füllte diesen mit Golfbällen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es. Dann nahm der Professor Kieselsteine und schüttete diese in den Topf. Er rüttelte den Topf…
To Deal with Boredom
Quote of the day: “The underlying bureaucratic key is the ability to deal with boredom.”
This Is Water
There are these two young fish swimming along and they happen to meet an older fish swimming the other way, who nods at them and says, “Morning, boys. How’s the water?” And the two young fish swim on for a bit, and then eventually one of them looks over at the other and goes, “What…
Tochterphilosophie
Kindermund: „Papa, manchmal muss man das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist. Und wenn der Tee kalt ist, dann ist er kalt.“
Bild und Idee
„Aber was war es denn, was die Kunst dir gebracht und bedeutet hat?“ „Es war die Überwindung der Vergänglichkeit. Ich sah, daß aus dem Narrenspiel und Totentanz des Menschenlebens etwas übrigblieb und überdauerte: die Kunstwerke. Auch sie vergehen ja wohl irgendeinmal, sie verbrennen oder verderben oder werden wieder zerschlagen. Aber immerhin überdauern sie manches Menschenleben…
Ganz einfach!
Und in diesem Augenblick überkam es ihn plötzlich – ganz einfach ging das alles! –, daß niemand zu sein, oder jemand oder jedermann zu sein, ihn keineswegs daran hinderte, er selbst zu sein… (Henry Miller, Das Lächeln am Fuße der Leiter, 2000, S. 67)
Der schwerste Trick von allen
[W]ie wenig man doch braucht, um nichts aus sich zu machen. Das sind wir alle einmal gewesen – nichts. Und jedermann zur gleichen Zeit. Sie applaudieren nicht uns, sie applaudieren sich selbst… Du selbst zu sein, nur du selbst, ist eine große Sache. Aber wie macht man das, wie bringt man das fertig? Das ist…