Wenn es stimmte, daß einige Menschen von Natur langsam waren, dann sollten sie auch so sein. Es war ihnen wohl nicht aufgegeben, so zu werden wie die anderen… Die Welt sollte so sein, wie sie war! (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 127)
Schlagwort: Zeit
Vergessen des Äußeren
Vergaß man das Äußere eines Menschen, wenn man ihn liebte? Vielleicht gerade darum. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 123)
Gelingen des Lebens
John… wußte…, daß auf der Welt vieles wieder gut werden konnte und daß zwei Menschen genügten, um es zu bewerkstelligen. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 121)
Beschleunigung durch Missbilligung
Ich habe jetzt einen eigenen Rhythmus…, auch mißbillige ich mehr als früher, das beschleunigt. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 121)
Mut und Mühe
Ich wäre gern immer sofort mutig, aber was ich tue, muß ja auch richtig sein. Ich muß alles auf mühsame Art sein, mutig auch. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 119)
Lebenshilfe
Wer langsam war, der konnte viel, aber er brauchte gute Freunde. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 112)
Perspektivenwechsel: Wer hält wen?
Nicht das Schiff trug die Masten, sondern die Segel zogen und hoben das Schiff, es schien sich nur mit tausend Stricken an ihnen festzuhalten. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 42)
Petersburger Hängung: Bilder und Worte
Ein Wort nach dem anderen brachte er an, wie man Bilder an einer Wand befestigt. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 38)
Verhängnisvoller Altruismus
Er wirkte immer ein wenig angespannt, denn wer für alle da war, der hatte wenig Zeit. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 36 f.)
Wolkentanz
… den Tanz der Wolken bei Windstille… (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 12)
Augen – Ohren – Herz
Uhren sind … nur höchst unvollkommene Nachbildungen von etwas, das jeder Mensch in seiner Brust hat. Denn so, wie ihr Augen habt, um das Licht zu sehen, und Ohren, um Klänge zu hören, so habt ihr ein Herz, um damit die Zeit wahrzunehmen. Und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so…
Zeit – Leben – Herz
Aber Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. (Michael Ende, Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, 5. Aufl. 2019, S. 78)