Wenn ich, so wie ich bin, mich in gewissem Sinn als Christ betrachten kann, warum sollten die verschiedenen Laster jener Leute in der nächsten Kirchenbank beweisen, daß ihre Religion nur Heuchelei und Tradition ist? (C. S. Lewis, Dienstanweisung für einen Unterteufel, 1995, S. 17)
Schlagwort: Religion
Freiheit als Gefahr und Störung?
Ist es nur einer subjektiven Sprachempfindlichkeit geschuldet, dass ich mich im Zusammenhang mit Religion und Weltanschauung, mit Freiheitsrechten insgesamt, an den Begriffen „Gefahr“ und „Störung“ störe, wenn jemand von seiner Freiheit Gebrauch macht? Der Einordnung in das Sicherheits- und Ordnungsrecht mit seinen Grundbegriffen bin ich mir bewusst. Doch beschleicht mich ein Unbehagen, wenn das, worauf…
Staatsreligion
Beginnt der Staat eine Religion zu haben, wenn der Mensch keine mehr hat?
Seit wann hat der Staat eine Religion?
Was Unbehagen an der Söderschen „Kreuzerhöhung“, was Pein an ihr bereitet, ist, dass sie einen Gegenstand des Individuellen in den Bereich des Staatlichen hievt. Indem der Staat sich eines solchen Gegenstands annimmt, ihn sich zu eigen macht („gut sichtbar“, wie es in der Regelung heißt), wird die Trennung zwischen Gesellschaft und Staat durchkreuzt: Der Staat…
Die einzige Art, den Tod zu betrachten
Gestatten Sie. Gestatten Sie mir, …, Ihnen zu sagen und Ihnen ans Herz zu legen, daß die einzig gesunde und edle, übrigens auch – ich will das ausdrücklich hinzufügen – auch die einzig religiöse Art, den Tod zu betrachten, die ist, ihn als Bestandteil und Zubehör, als heilige Bedingung des Lebens zu begreifen und zu…
Stairways to Heaven
Religionen sind wie unterschiedliche Straßen, die auf denselben Punkt zulaufen… Warum spielt es eine Rolle, welche Straße wir nehmen, solange wir zum selben Ziel gelangen? (Arun Ghandi, Wut ist ein Geschenk – Das Vermächtnis meines Großvaters Mahatma Ghandi, 6. Aufl. 2017, S. 199)
Die Poesie des einzelnen Lebens
Es gibt Dinge, die für uns Menschen zu groß sind: Schmerz, Einsamkeit und Tod, aber auch Schönheit, Erhabenheit und Glück. Dafür haben wir die Religion geschaffen. Was geschieht, wenn wir sie verlieren? Jene Dinge sind dann immer noch zu groß für uns. Was uns bleibt, ist die Poesie des einzelnen Lebens. Ist sie stark genug,…
Die Hölle des Lebens
Jede Zeit, jede Kultur, jede Sitte und Tradition hat ihren Stil, hat ihre ihr zukommenden Zartheiten und Härten, Schönheiten und Grausamkeiten, hält gewisse Leiden für selbstverständlich, nimmt gewisse Übel geduldig hin. Zum wirklichen Leiden, zur Hölle wird das menschliche Leben nur da, wo zwei Zeiten, zwei Kulturen und Religionen einander überschneiden. (Hermann Hesse, Der Steppenwolf,…
Immer nur Gewalt?
Christentum, Judentum, Islam und andere: immer nur Gewalt? Ein Zerrbild! Wohltuender Normalfall ist z.B. der Rechtsdiskurs der Religionen.
Rechtsirrtümer
Wie im Recht allgemein, so gibt es auch in „meinem“ Rechtsgebiet, dem Staatskirchenrecht oder Religionsverfassungsrecht, offenbar unausrottbare Rechtsirrtümer. Hier meine drei liebsten:
Du sollst nicht töten – und nicht töten lassen
„Verantwortung für den Frieden kann im äußersten Notfall den Einsatz von Waffengewalt einschließen. Diese Erkenntnis ändert nichts am Vorrang der Gewaltfreiheit. Denn ein Ende der Gewalt, bevor sie weitere Opfer fordert, ist der einzige Sinn einer solchen Notmaßnahme. Das Gebot, nicht zu töten, wird damit nicht außer Kraft gesetzt.“
Der Götterhimmel: eine Genealogie
Das Werk zeigt, dass die „griechisch-mediterrane Mythologie“ einen gigantischen mythologisch-religiös-literarischen Komplex darstellt. Durch die Veranschaulichung wird die gewaltige Wirkung der antiken Dichtungen für die Entwicklung unserer Kultur leichter nachvollziehbar.