Der Tod ist scheiße

Objektiv gesehen ist der Tod das Beste, was den Menschen passieren konnte. Er zwingt sie, sich dem Leben zu stellen… Er ist das einzig richtige Ende, notwendig und ein starker Antrieb… Subjektiv gesehen ist der Tod natürlich scheiße. (Benedict Wells, Fast genial, 2011, S. 187)

Minister

Wer sich Den Menschen nützlich machen will, muss doch Zuerst sich ihnen gleichzustellen suchen. (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 3390 ff.)

Kein höheres Wesen!

Dass Menschen nur – nicht Wesen höh‘rer Art – Die Weltgeschichte schreiben! (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 3149 f.)

Zufall und Zweck

Den Zufall gibt die Vorsehung – Zum Zwecke Muss ihn der Mensch gestalten… (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 2965 f.)

Ein kläglich Wesen ist der Mensch

Der Mensch ist ein so klägliches Wesen, dass er ein gemeines Wort wichtiger nimmt als hundert liebe. Wieso zählt ein: „Ich liebe dich!“, nicht ebenso viel wie ein: „Ist die Liebe schon vorbei?“ Wieso zählen hundert liebe Worte nicht hundert Mal mehr als ein gemeines? Wieso? Es ist teuflisch: So viel wird von der Gottesebenbildlichkeit…

Das Schweigen ertragen

Er gehört zu jenen Menschen, die aus Unsicherheit ein Schweigen nicht ertragen können und glauben, es durch übertriebene Vertraulichkeiten überbrücken zu müssen; zu jenen, die einem dann sagen: „Ich bin stets offen zu Ihnen gewesen.“ Doch, meine Güte, das Entscheidende ist nicht, selbst offen zu sein, sondern dem anderen die Möglichkeit zu geben, sich zu…

Verschiedener von mir

Nichts kann verschiedener von mir selbst sein als ich selbst. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 70) 

Ein Mensch erwacht zu sich selbst, wir aber –

Wir machen uns ein Bildnis von einem Menschen und lassen ihn nicht aus diesem Bildnis heraus. Wir wissen, so und so ist er gewesen, und es mag in diesem Menschen geschehen, was will, wir dulden es nicht, daß er sich verwandle. Sie sehen es ja, nicht einmal seine Gattin duldet es; sie will ihn so,…

Geschöpf und Schöpfer

Wie gesagt: … plaudern Sie irgend etwas, als wäre man ganz zufällig hier, unterdessen wird er diese Skulpturen schon bemerken. – Und wenn er sie alle zusammenschlägt? – Damit gäbe er zu, daß er ihr Schöpfer ist. (Max Frisch, Rip van Winkle, in: Herr Biedermann und die Brandstifter, Rip van Winkle – Zwei Hörspiele, 1980, S….

Die Rolle des Lebens

… ein Mensch wie so viele, ein Mensch, der sich selbst überforderte. Mit dem Ergebnis: er lebte nicht, er spielte eine Rolle, die er sich selbst glaubte, schuldig zu sein. Daher das schlechte Gewissen, das lebenslängliche Gefühl, etwas schuldig zu bleiben, das haben ja alle Leute, die sich selbst nicht annehmen… Wir alle wissen ja…

Einfach man selbst sein

Ihr aber, ihr alle, das ist es, ihr wollt ja nur, daß ich nicht wage, ich selbst zu sein… (Max Frisch, Rip van Winkle, in: Herr Biedermann und die Brandstifter, Rip van Winkle – Zwei Hörspiele, 1980, S. 57 ff. [100])