… die Tatsachen des wahren Lebens werden nicht durch Beweis vermittelt: wer lebt und leidet, hat sie in sich selbst… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1073 f.)
Kategorie: Was er liest
Gereizt und beklommen
… gereizt und beklommen, wie es von Unentschlossenheit und Verhindertsein kommt… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1055)
Keine Zeit haben
Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wußten nicht, daß Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1055)
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister
Sie wußten nicht, daß die Lebenskraft durch Einengung gesteigert wird, und nicht durch Zersplitterung. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1055)
Durch Mitleid wissend
Durch Mitleid wissend, es bedeutet tausendmal mehr Wissen, als durch Bücher wissend sein! (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1045)
Schachvergiftung
… Schachvergiftung… (Stefan Zweig, Schachnovelle, 2020, S. 60 und 67)
Der Druck des Nichts
[B]ekanntlich erzeugt kein Ding auf Erden einen solchen Druck auf die menschliche Seele als das Nichts. (Stefan Zweig, Schachnovelle, 2020, S. 29)
Vermehrung des Ungesagten durch Reden
[J]e länger wir redeten, desto mehr Ungesagtes gab es. (Benedict Wells, Hard Land, 2021, S. 331)
Die Schwierigkeit zu trauern
Wir suchen unsere Fehler und unsere Schuld, weil es leichter ist, als zu trauern… Es lenkt uns davon ab. (Benedict Wells, Hard Land, 2021, S. 291)
Was Freundschaften wert sind
Freundschaften in der Schule sind wie Freundschaften im Knast: Man weiß erst draußen im richtigen Leben, was sie wert sind. (Benedict Wells, Hard Land, 2021, S. 264)
Die Selbstbestimmung des Menschen
Die Selbstbestimmung des Menschen besteht weniger darin, dass er tun kann, was er will, als vielmehr darin, dass er lassen kann, was er nicht will. (Thomas Strässle, Gelassenheit – Über eine andere Haltung zur Welt, 2013, S. 20)
Non scholae, sed vitae…
Wenn Kinder lernen, um in der Schule bessere Noten zu bekommen, …, begreifen sie rasch, dass das Entscheidende die Noten sind, nicht das Lernen. (Ernő Rubik, Cubed – Der Zauberwürfel und die großen Rätsel dieser Welt, 2020, S. 132)