Diligentia boni patrisfamilias

Dem Bischof gab man, dass er geben könne, Des Kirchenguts Verwalter, nicht sein Herr. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 305 f.)

Theologie und Ökologie

Was, Mensch, zerstörst du deines Schöpfers Welt?… Greifst du das Dasein an durch das du bist? (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 139 und 142)

Tote und lebendige Gedanken

Denn mit den Gedanken ist es eine eigene Sache. Sie sind oft nicht mehr als Zufälligkeiten, die wieder vergehen, ohne Spuren hinterlassen zu haben, und die Gedanken haben ihre Toten und ihre lebendigen Zeiten. Man kann eine geniale Erkenntnis haben, und sie verblüht dennoch, langsam, unter unseren Händen, wie eine Blume. Die Form bleibt, aber…

Alles erlaubt

[I]n der Einsamkeit ist alles erlaubt. (Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, 70. Aufl. 2019, S. 153)

Zu hohe Erwartungen!

Das Gewöhnliche verletzte ihn… (Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, 70. Aufl. 2019, S. 107)

Erleben und Erfassen

[E]s gibt auch sonst Dinge, wo zwischen Erleben und Erfassen diese Unvergleichlichkeit herrscht. Immer aber ist es so, daß das, was wir in einem Augenblick ungeteilt und ohne Fragen erleben, unverständlich und verwirrt wird, wenn wir es mit den Ketten der Gedanken zu unserem bleibenden Besitze fesseln wollen. (Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß,…

Erinnerung, nicht Erlebnis

[E]s war ihm nur um den Besitz der Erinnerung zu tun. (Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, 70. Aufl. 2019, S. 71)

Erste Leidenschaft

Fast jede erste Leidenschaft dauert nicht lange und hinterläßt einen bitteren Nachgeschmack. Sie ist ein Irrtum, eine Enttäuschung. Man versteht sich hinterher nicht und weiß nicht, was man beschuldigen soll. Dies kommt, weil die Menschen in diesem Drama einander zum größeren Teile zufällig sind: Zufallsgefährten auf einer Flucht. Nach der Beruhigung erkennen sie sich nicht…

Schwachmatikus

… Schwachmatikus… (Hermann Hesse, Unterm Rad, 57. Aufl. 2020. S. 142)

Herbst

Er fühlte den Wunsch, mit zu vergehen, mit einzuschlafen, mit zu sterben, und litt darunter, daß seine Jugend dem widersprach und mit stiller Zähigkeit am Leben hing. (Hermann Hesse, Unterm Rad, 57. Aufl. 2020. S. 126)

Laulich

… laulich… (Hermann Hesse, Unterm Rad, 57. Aufl. 2020. S. 102)

Reine Bilder

Reine Bilder, nur zum Anschauen, aber das Anschauen derselben war doch auch ein Erleben. (Hermann Hesse, Unterm Rad, 57. Aufl. 2020. S. 101)