Buchfenster

Falls du zufällig mal von einer Seite aufblicktest, trafst du auf das Spiegelbild eures hell erleuchteten Fensters im dunklen Fenster gegenüber und erkanntest, dass jedes Fenster und jedes Buch nur eine weitere Möglichkeit war, nach draußen zu gelangen. (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 126)

Freiheit und Existenz

Wenn das da die Freiheit ist, wenn du nur dann frei bist, wenn dich niemand sieht, niemand an dich rankommt, woher willst du wissen, dass es dich überhaupt gibt? (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 118)

Durchlöcherter Himmel

… der tintenblaue Himmel, von Sternen durchlöchert… (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 83)

Sommertag

… überm Kopf ein reiner Himmel. Den beeinträchtigt nur eine einzige Wolke, die schiebt sich langsam und ruhig über den Köpfen der Passanten dahin und hat es nicht eilig. (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 65)

Ende des Kommunismus

Mit dem Ende des Kommunismus waren … eine Menge … Menschen von einer einzigen abwegigen Vorstellung überzeugt: Freiheit, das hieß vor allem Geld, das hieß Kampf, in dem sich jeder allein um sich selbst kümmerte… (Marek Torčík, Was die Zeit nicht nimmt, 2026, S. 58)

„Hitler liebte Hunde und kleine Kinder“

Narrative Verzerrungen gehen zwangsläufig aus unserem anhaltenden Bestreben hervor, die Welt zu verstehen. Die erklärenden Geschichten, die wir überzeugend finden, sind einfach; sie sind eher konkret als abstrakt und schreiben Begabung, Dummheit und Absichten eine größere Bedeutung zu als Glück. Sie konzentrieren sich auf ein paar markante Ereignisse, die geschehen sind, und nicht auf die…

Selbst schuld!

Weil wir dazu tendieren, Menschen, die uns gefällig sind, freundlich zu behandeln, während wir zu denen, die es nicht sind, gemein sind, werden wir aus statistischen Gründen dafür bestraft, nett zu sein, und dafür belohnt, gehässig zu sein. (Daniel Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken, 15. Aufl. 2012, S. 220)

„Politische“ Streitführung in Recht, Politik und Wissenschaft

Wenn Sie eine Gerichtsverhandlung besuchen, wird Ihnen auffallen, dass Rechtsanwälte zwei Arten von Kritik vorbringen: Um eine Klage zum Scheitern zu bringen, ziehen sie die stärksten Argumente, auf denen diese beruht, in Zweifel; um einen Zeugen zu diskreditieren, konzentrieren sie sich auf den schwächsten Teil seiner Aussage. Auch in politischen Debatten konzentrieren sich die Kontrahenten…