Sie genossen den schelmischen Übermut mit jener pädagogischen Verantwortungslosigkeit, die unser Verhältnis zu anderer Leute Kindern bestimmt. (Thomas Mann, Joseph und seine Brüder I: Die Geschichten Jaakobs, S. 382 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1983])
Autor: Dr. Georg Neureither
Wissen
„Das weißt du nicht?“ fragte der Hundejüngling. „Ich kann nicht genau unterscheiden“, antwortete Jaakob, „was ich von mir aus weiß und was ich von dir erfahre.“ „Wüßtest du’s nicht“, gab jener zurück, „so könnte ich’s dir nicht sagen.“ (Thomas Mann, Joseph und seine Brüder I: Die Geschichten Jaakobs, S. 288 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de…
Die Schuld des Menschen
Die Götter wollten und ließen tun; aber die Schuld war des Menschen. (Thomas Mann, Joseph und seine Brüder I: Die Geschichten Jaakobs, S. 239 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1983])
Mein Leben ein Ziel
Herr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß.
Wann man schwach ist
„Wie schwach man ist, wenn man unrecht hat.“ Ich lernte später im Leben, daß er sich irrte und daß man schwach ist, wenn man keine Schuld hat. (Marcel Pagnol, Marcel. Das Schloß meiner Mutter, 8. Aufl. 1991, S. 121)
Sakrament
… Zeichen, die das Bedeutende anzeigen sollten, sind selber das Bedeutende geworden.
Conditio humana
Wir erbittern uns am meisten über Beschuldigungen, die zwar falsch sind, aber nicht gänzlich. (Thomas Mann, Joseph und seine Brüder I: Die Geschichten Jaakobs, S. 87 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1983])
Prototyp des Dichters
Aber das Gefühl eben neigt von Natur zur Zügellosigkeit und einem weichen Kult seiner selbst; es will sich nicht verbergen, es kennt keine Verschwiegenheit, es trachtet, sich zu bekennen, sich kundzutun, es möchte aller Welt, wie wir sagen, „unter die Nase gerieben“ sein, auf daß sie sich damit beschäftige. Dies ist die Unenthaltsamkeit der Gefühlvollen….
Freiheit und Notwendigkeit
Wir haben nicht die Freiheit, dies oder jenes zu erreichen, aber die, das Notwendige zu tun oder nichts. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 1195)
Apollinisches und faustisches Geld: als Größe und als Funktion
… eine Gegenüberstellung des apollinischen und faustischen Geldes, des Geldes als Größe und des Geldes als Funktion. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 1169)
Denken: in Gütern, in Geld
[A]n Stelle des Denkens in Gütern tritt das Denken in Geld. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 1162)
Revolution und Wahl
… Wahl … eine Revolution in legitimen Formen… (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 1143)