The Road to Hell

„The road to hell is paved with good intentions“, sagt man. – Betrachtet man die Entwicklung … genauer, so lassen sich verschiedene Stadien unterscheiden…:

  1. Die Phase des guten Motivs. Rechtschaffenheit. Forderung des Gewissens, einen begangenen Fehler wiedergutzumachen… Ist das nicht ein ehrbares, großherziges, selbstloses Motiv?
  2. Die Phase der Unruhe. Bedenken. Zeigt man sich, indem man zweifelt, …, nicht schon empfänglich dafür, dem Dämon zu erliegen…?
  3. Unbeugsamkeit und Seelenstärke. Notwendigkeit, … „über das Unglück erhaben“ zu sein…
  4. Verzicht auf das gute Motiv, das als Selbstbetrug erscheint, im Licht der neuen Moral, die … (sc. man) sich zurechtzimmern muß, um sein Verhalten zu legitimieren, …, und der Teufel kann seiner nur habhaft werden, indem er ihm eine Rechtfertigung für sein Tun liefert…
  5. Siegesrausch. Abschütteln aller Bedenken. Selbstherrlichkeit.

Von nun an hat der Dämon gewonnenes Spiel.

(André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 138 f.)

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