„The road to hell is paved with good intentions“, sagt man. – Betrachtet man die Entwicklung … genauer, so lassen sich verschiedene Stadien unterscheiden…:
- Die Phase des guten Motivs. Rechtschaffenheit. Forderung des Gewissens, einen begangenen Fehler wiedergutzumachen… Ist das nicht ein ehrbares, großherziges, selbstloses Motiv?
- Die Phase der Unruhe. Bedenken. Zeigt man sich, indem man zweifelt, …, nicht schon empfänglich dafür, dem Dämon zu erliegen…?
- Unbeugsamkeit und Seelenstärke. Notwendigkeit, … „über das Unglück erhaben“ zu sein…
- Verzicht auf das gute Motiv, das als Selbstbetrug erscheint, im Licht der neuen Moral, die … (sc. man) sich zurechtzimmern muß, um sein Verhalten zu legitimieren, …, und der Teufel kann seiner nur habhaft werden, indem er ihm eine Rechtfertigung für sein Tun liefert…
- Siegesrausch. Abschütteln aller Bedenken. Selbstherrlichkeit.
Von nun an hat der Dämon gewonnenes Spiel.
(André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 138 f.)