Banalität des Bösen

… ich persönlich gestehe, daß ich schwer über … Zusammenstöße mit dem landläufig Menschlichen, dem naiven Mißbrauch der Macht, der Ungerechtigkeit, der kriecherischen Korruption hinwegkomme. Sie beschäftigten mich zu lange, stürzten mich in ein irritiertes Nachdenken, das seine Fruchtlosigkeit der übergroßen Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit dieser Erscheinungen verdankt.

(Thomas Mann, Späte Erzählungen – Mario und der Zauberer, S. 186 ff. [192] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])

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