We Think Too Much and Feel Too Little!

Es braucht viel mehr Zeit, die Dinge zu empfinden, sie bis auf den Grund durchzuempfinden, als sie gedanklich zu durchdringen, sie ganz und gar zu durchdringen, wenngleich auch das nicht wenig Zeit braucht. Und dennoch: “We think too much and feel too little!” (Charlie Chaplin, The Great Dictator)

Über die Zeit, über die Generationen

Zitat des Tages: „Der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG … kann eine objektivrechtliche Schutzverpflichtung auch in Bezug auf künftige Generationen begründen… Das Grundgesetz verpflichtet unter bestimmten Voraussetzungen zur Sicherung grundrechtsgeschützter Freiheit über die Zeit und zur verhältnismäßigen Verteilung von Freiheitschancen über die Generationen. Subjektivrechtlich schützen…

Keine Zeit haben

Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wußten nicht, daß Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1055)

Den Tod leugnen

Unsere Zeit leugnet den Tod… Anstatt das Bewußtsein, daß wir leiden und sterben müssen, zu einem der stärksten Antriebe für das Leben, zur Grundlage für die menschliche Solidarität und zu einer Erfahrung werden zu lassen, ohne die der Freude und Begeisterung Intensität und Tiefe fehlt… (Erich Fromm, Die Furcht vor der Freiheit, 24. Aufl. 2020, S….

Zu spät

… unerfreulich, wie es Gedanken, die uns die Dinge zu spät erkennen lassen, immer sind… (Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Der Leopard, 32. Aufl. 2019, S. 127)

Schauerlich

Es war eine der Begegnungen, bei denen beide Seiten meinten, ihre Würde nur auf Kosten der anderen wahren zu können. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 333)

Beides Entdecker: Lehrer und Schüler

Die Schüler müssen entdecken lernen. Vor allem ihre eigene Art des Sehens und ihre Geschwindigkeit, jeder für sich… Schlechte Schulen… hindern jeden daran, mehr zu sehen als der Lehrer… Die Lehrer dürfen nicht nur Lehrer, sondern müssen auch Entdecker sein. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 329)

Sandarbeit

… Sandarbeit… (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 325)

Schreiben: ein perpetuum mobile und mehr

Schreiben war mühselig, aber wie eine Schiffsreise: es erzeugte die Kräfte und Hoffnungen, die es erforderte, selbst, und sie reichten auch noch für das sonstige Leben. Wer ein Buch zu schreiben hatte, konnte nicht auf Dauer verzweifelt sein. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 269 f.)

First Things First!

Auge und Gehirn waren immer noch mit allem möglichen beschäftigt, nur nicht mit seinem Leiden. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 251)

Der Brunnen der Vergangenheit

Wo die Menschen sich nichts aufschrieben, war Vergangenheit nicht harmlos. (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, 1998, S. 240)