Etwas ist faul im Staate Dänemark. (William Shakespeare, Hamlet, übers. v. August Wilhelm Schlegel, Erster Akt, Vierte Szene)
Schlagwort: Staat
Die Reichsbürger
Den Staat als Gemeinschaft anerkennen? Nein! Hartz IV beantragen? Natürlich! (Alessandro Bellardita, Der Zeugenmacher, 2021, S. 54)
Die österreichische Staatsphilosophie
Du bist einfach ein Österreicher. Du lehrst die österreichische Staatsphilosophie des Fortwurstelns! (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 216)
Staatsvertrauen
… das feste Vertrauen in eine öffentliche Ordnung, die so gerecht sei, daß man, ohne an sie denken zu müssen, seinen privaten Angelegenheiten nachgehen könne… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 120)
Furcht und Elend des Jurastudiums
Zitat(e) des Tages: „Und dann die inhärente Menschenwürdeverletzung, dass man auf den Hundertstelpunkt genau gesagt bekommt, wie unzulänglich man ist!“ „Das ist eine Staatseintrittsqualifikation, die man da erwirbt, man wird da passend gemacht, da steckt noch die ganze strukturelle Gewalt des Obrigkeitsstaats drin.“ „… die dogmatische Scheinrationalität der deutschen Rechtswissenschaft…“ „Ich bin sofort in die…
Der Künstler als Staat
… der Staat bin ich, der Künstler; ob ich nun Staat damit mache oder nicht, meine Kunst macht niemandem Konkurrenz. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 180)
Staatsreligion
Beginnt der Staat eine Religion zu haben, wenn der Mensch keine mehr hat?
Seit wann hat der Staat eine Religion?
Was Unbehagen an der Söderschen „Kreuzerhöhung“, was Pein an ihr bereitet, ist, dass sie einen Gegenstand des Individuellen in den Bereich des Staatlichen hievt. Indem der Staat sich eines solchen Gegenstands annimmt, ihn sich zu eigen macht („gut sichtbar“, wie es in der Regelung heißt), wird die Trennung zwischen Gesellschaft und Staat durchkreuzt: Der Staat…
Des Homo Dei Stand
… in der Mitte ist des Homo Dei Stand – inmitten zwischen Durchgängerei und Vernunft – wie auch sein Staat ist zwischen mystischer Gemeinschaft und windigem Einzeltum. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 694 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Die große Konfusion
Wer war denn nun eigentlich frei, wer fromm, was machte den wahren Stand und Staat des Menschen aus: der Untergang in der alles verschlingenden und ausgleichenden Gemeinschaft, der zugleich wüstlingshaft und asketisch war, oder das „kritische Subjekt“, bei welchem Windbeutelei und bürgerliche Tugendstrenge einander ins Gehege kamen? Ach, die Prinzipien und Aspekte kamen einander beständig…
Der Weltstaat
… der Weltstaat ist die Transzendenz des weltlichen Staates… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 563 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Rechtsirrtümer
Wie im Recht allgemein, so gibt es auch in „meinem“ Rechtsgebiet, dem Staatskirchenrecht oder Religionsverfassungsrecht, offenbar unausrottbare Rechtsirrtümer. Hier meine drei liebsten: