Die Fragen der andern

Die Aphorismensammlung „Die Fragen der andern“ behandelt in Kapiteln wie Liebe (Überleben), Mensch (Neuland), Gesellschaft (Repräsentanz ohne Präsenz), Internet und Co. (Der interessanteste Kontakt) Gedanken über Kummer und Kaugummi, Menschenwürde und Mittagsschlaf, Astrid Lindgren und Donald Trump, Mainstream und Mittelmeer, Bahnhof und Badewanne – und, und, und. Und selbstverständlich enthält der Band nicht nur Fragen, sondern gibt auch Antworten:…

Selektiv erinnern!

Du mußt etwas von meiner Philosophie annehmen! Denke nur an die Vergangenheit, wenn die Erinnerungen dir Freude bereiten. (Jane Austen, Stolz und Vorurteil, 1985, S. 381)

Der Friseur als Sokrates

Eine Liebe, die aufhört, ist eine so reiche philosophische Erfahrung, daß sie aus einem Friseur einen Konkurrenten des Sokrates macht. (E. M. Cioran, Syllogismen der Bitterkeit, 1995, S. 66)

Philosophie: des Werdens und des Gewordenen

Plato und Goethe repräsentieren die Philosophie des Werdens, Aristoteles und Kant die des Gewordenen. Hier steht Intuition gegen Analyse. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 68)

Die Gewalttaten der Philosophen

Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee zur Verfügung haben und sich deshalb die Welt in der Weise unterwerfen, daß sie sie in ein System sperren. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 253)

Die österreichische Staatsphilosophie

Du bist einfach ein Österreicher. Du lehrst die österreichische Staatsphilosophie des Fortwurstelns! (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 216)

Verbrecherphilosophie

… ohne Philosophie wagen heute nur noch Verbrecher anderen Menschen zu schaden… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 193)

Vergiss das Metronom!

Das Architektonische, das Emotionale und das Philosophische in der Musik: Daniel Barenboim als lebens- und erfahrungskluger Musiker und Lehrer!

Wochenendeinkauf

„Bitte ein Mitarbeiter an den Leergutautomaten!“ „45 bitte die 8, 45 die 8, bitte!“ „Ein Mitarbeiter an den Spirituosenschrank, bitte!“ „Liebe Kunden, Kasse 1 schließt; bitte nicht mehr auflegen!“ „Liebe Kunden, wir öffnen Kasse 2 für sie!“ „Frau Müller, Stornoschlüssel!“ „Sammeln Sie Herzchen?“ „Treuepunkte?“ „Payback-Karte?“ „Wir machen das jetzt digital!“ – „Ich will die Stempelkarte…

Tochterphilosophie

Kindermund: „Papa, manchmal muss man das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist. Und wenn der Tee kalt ist, dann ist er kalt.“

Bild und Idee

„Aber was war es denn, was die Kunst dir gebracht und bedeutet hat?“ „Es war die Überwindung der Vergänglichkeit. Ich sah, daß aus dem Narrenspiel und Totentanz des Menschenlebens etwas übrigblieb und überdauerte: die Kunstwerke. Auch sie vergehen ja wohl irgendeinmal, sie verbrennen oder verderben oder werden wieder zerschlagen. Aber immerhin überdauern sie manches Menschenleben…

Tractatus logico-philosophicus

Die Welt ist alles, was der Fall ist. Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten. Das logische Bild der Tatsachen ist der Gedanke. Der Gedanke ist der sinnvolle Satz. Der Satz ist eine Wahrheitsfunktion der Elementarsätze.(Der Elementarsatz ist eine Wahrheitsfunktion seiner selbst.) Die allgemeine Form der Wahrheitsfunktion ist: [p, ξ, N…