Freiheit!

… nach Freiheit doch verlangt es mich, nach Freiheit, Freiheit dürste ich…

Genussflucht

Wenn stets ein Gott genießen kann, bin ich dem Wechsel untertan…

Sicut deus

Könnt ein Gott zu sein so sehr dich reun?

Erbsünde…!

Zitat des Tages: „Das christliche Verständnis der Erbsünde ist durch das Bewusstsein ihrer Universalität und ihrer Unentrinnbarkeit geprägt. Dies verbietet es, das Böse als ein spezifisches Problem der jeweils anderen zu behandeln, mit dessen Erkenntnis ich mich zugleich über die anderen erhebe. Denn wenn das Böse, das ich in der Schuld des anderen erkenne, zumindest…

Ich bin nicht so

Tatsächlich werden wir in dem Vertrauen geboren, dass uns jemand nährt und liebt, aber wir können nur reifer werden und uns selbst finden, wenn wir aus dieser … Geborgenheit herauskommen, wenn wir keine Gefangene bleiben, wenn wir den Mut haben, denen, die uns zuerst geliebt haben, und allen, die nach ihnen kamen oder gar kommen werden,…

Wesentlich und unverlangt

„All das, was auf dem Personalausweis steht, haben wir nicht bestimmt.“ Den Namen, Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, selbst den Ort unserer Geburt – angeblich unser Ursprung – haben wir nicht bestimmt, geschweige denn unsere Größe und Augenfarbe. „Und das, was wir bestimmen können, ist das, was wir als Teil unserer eigentlichen Identität ansehen, als…

Der Druck des Nichts

[B]ekanntlich erzeugt kein Ding auf Erden einen solchen Druck auf die menschliche Seele als das Nichts. (Stefan Zweig, Schachnovelle, 2020, S. 29)

Die Selbstbestimmung des Menschen

Die Selbstbestimmung des Menschen besteht weniger darin, dass er tun kann, was er will, als vielmehr darin, dass er lassen kann, was er nicht will. (Thomas Strässle, Gelassenheit – Über eine andere Haltung zur Welt, 2013, S. 20)

Imperfekte Perfektheit

[W]ir Menschen sind nun einmal unvollkommen, und genau das macht uns so perfekt. (Ernő Rubik, Cubed – Der Zauberwürfel und die großen Rätsel dieser Welt, 2020, S. 113)

Schwache und gedemütigte Menschen

Er sprach hochfahrend…, wie es schwache und gedemütigte Menschen tun, wenn sie an jemand ihre Laune auslassen dürfen. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 914)

Mal im Innern nachsehen

… heute sind selbst die meisten religiösen Menschen so von der wissenschaftlichen Denkweise angesteckt, daß sie sich nicht nachzusehen trauen, was zu innerst in ihrem Herzen brennt… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 767 f.)

Innerlich nichts zu tun

Unser Zeitalter trieft … von Tatkraft. Es will nicht mehr Gedanken, sondern nur noch Taten sehn. Diese furchtbare Tatkraft rührt nur davon her, daß man nichts zu tun hat. Innerlich meine ich… Es ist so einfach, Tatkraft zu haben, und so schwierig, einen Tatsinn zu suchen! (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites…