Der Mensch tut keine nur einigermaßen gesammelte Äußerung allgemeiner Natur, ohne sich ganz zu verraten, unversehens sein ganzes Ich hineinzulegen, das Grundthema und Urproblem seines Lebens irgendwie im Gleichnis darzustellen. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 500 f. [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Schlagwort: Mensch
Ein Mensch
… eine … einfache und geistig unbedrohte Natur… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 433 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Der verliebte Mensch
Aber um wen es steht, wie es um ihn stand oder zu stehen begann, der will, daß man drüben von seinem Zustande Kenntnis habe, auch wenn kein Sinn und Verstand bei der Sache ist. So ist der Mensch. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 200 f. [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Morning Glory
… mit dem Überlegenheitsgefühl des im Tageslicht der Vernunft sich rasierenden Menschen… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 56 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Persönliches und unpersönliches Leben
Der Mensch lebt nicht nur sein persönliches Leben als Einzelwesen, sondern, bewußt oder unbewußt, auch das seiner Epoche und Zeitgenossenschaft, und sollte er die allgemeinen und unpersönlichen Grundlagen seiner Existenz auch als unbedingt gegeben und selbstverständlich betrachten und von dem Einfall, Kritik daran zu üben, … weit entfernt sein, …, so ist doch sehr wohl…
Wut ist gut!
Wut ist etwas Gutes… Wut ist für einen Menschen wie Benzin für ein Auto – sie treibt einen an… Wut ist die Energie, die uns zwingt, zu definieren, was gerecht ist und was ungerecht. (Arun Ghandi, Wut ist ein Geschenk – Das Vermächtnis meines Großvaters Mahatma Ghandi, 6. Aufl. 2017, S. 20 f.)
Anders zu sein, als man ist
Das ist der größte Schicksalsschlag, der einen Menschen treffen kann. Die Sehnsucht, anders zu sein, als man ist: eine schmerzlichere Sehnsucht könnte im Herzen nicht brennen. Denn das Leben läßt sich nur ertragen, wenn man sich mit dem abfindet, was man für sich selbst und für die Welt bedeutet. Man muß sich damit abfinden, daß…
Uneigennützige Freundschaft
Nach nichts sehnen sich die Menschen so sehr wie nach uneigennütziger Freundschaft. Meist sehnt man sich vergeblich. (Sándor Márai, Die Glut, 4. Aufl. 1999, S. 42)
Die Poesie des einzelnen Lebens
Es gibt Dinge, die für uns Menschen zu groß sind: Schmerz, Einsamkeit und Tod, aber auch Schönheit, Erhabenheit und Glück. Dafür haben wir die Religion geschaffen. Was geschieht, wenn wir sie verlieren? Jene Dinge sind dann immer noch zu groß für uns. Was uns bleibt, ist die Poesie des einzelnen Lebens. Ist sie stark genug,…
Entdeckung oder Erschaffung?
Sich verstehen: Ist das eine Entdeckung oder eine Erschaffung? (Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, 3. Aufl. 2006, S. 415)
Keine Angst vor dem Tod!
Und so könnte man die Angst vor dem Tod beschreiben als die Angst, nicht der werden zu können, auf den hin man sich angelegt hat. (Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, 3. Aufl. 2006, S. 243)
Die unterschiedlichen Bestechlichkeiten des Körpers und des Geistes
Auch hier bestätigt sich, …, ganz gegen das ursprüngliche Temperament meines Denkens: daß der Körper weniger bestechlich ist als der Geist. Der Geist, er ist ein charmanter Schauplatz von Selbsttäuschungen, gewoben aus schönen, besänftigenden Worten, die uns eine irrtumsfreie Vertrautheit mit uns selbst vorgaukeln, eine Nähe des Erkennens, die uns davor feit, von uns selbst…