Geheimwissenschaft

Bringt er es … öffentlich zur Sprache, dann muß die Strafe erfolgen… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 76)

Kafka: fast!

Das Faszinierende an Kafka ist, dass jedesmal, wenn man glaubt, ihm literarisch auf die Schliche gekommen zu sein, er doch wieder entwischt.

Ausgang und doch kein Ausweg

Zuerst will er weg, dann aber kann man ihm hundertmal sagen, daß hier der Ausgang ist und er rührt sich nicht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 73)

Über seinen Kopf hinweg

[E]r duldete es, daß die zwei über ihn wie über eine Sache verhandelten, es war ihm sogar am liebsten. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 71)

Bloß nicht weiter!

[G]erade das wollte er … vermeiden, weiter geführt zu werden, je weiter er kam, desto ärger mußte es werden. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 69)

Peinlich

[E]s war ihm zu peinlich,… den Leuten hier ausgeliefert zu sein… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 69)

Die Verwandlung

… als ob in der nächsten Minute irgendeine große Verwandlung mit ihm geschehen müsse… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 68)

Viele Wege sind ein Weg

„Kommen Sie mit“, sagte K. „Zeigen Sie mir den Weg, ich werde ihn verfehlen, es sind hier so viele Wege.“ „Es ist der einzige Weg“, sagte der Gerichtsdiener… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 67)

Leben ist Warten

„Worauf warten Sie hier?“ fragte K. höflich. Die unerwartete Ansprache aber machte den Mann verwirrt, was umso peinlicher aussah, da es sich offenbar um einen welterfahrenen Menschen handelte, der anderswo gewiß sich zu beherrschen verstand und die Überlegenheit, die er sich über viele erworben hatte, nicht leicht aufgab. Hier aber wußte eher auf eine so…

Großzügiger Verzicht

Allerdings hatte er keine Nebeneinkünfte aus Bestechungen oder Unterschlagungen und konnte sich auch vom Diener keine Frau auf dem Arm ins Bureau tragen lassen. Darauf wollte K. aber, wenigstens in diesem Leben, gerne verzichten. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 61)