„Freiheit kann … immer nur mit Selbstbeschränkung funktionieren, sonst verkommt sie zur Freiheit der wenigen und verrät die Gleichheit.“
Schlagwort: Freiheit
Freiheit und Würde des Menschen
Freiheit: der Anspruch auf Unterschiedlichkeit. Menschenwürde: der Anspruch auf Unterscheidbarkeit. (Georg Neureither)
Freiheit und Würde des Menschen
Freiheit: der Anspruch auf Anderssein. Menschenwürde: der Anspruch auf Eigensein. (Georg Neureither)
Gefangen frei
Es sind Nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten. (Gotthold Ephraim Lessing, Nathan der Weise, 1990, V. 2757 f.)
Die Freiheit der Wissenschaft ist die Freiheit des Einzelnen
Roland Reuß, Germanist an der Universität Heidelberg, ist die Nemesis der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Doch hinter seinen Attacken steht das Ideal einer kritischen Editionspraxis, die Maßstäbe setzt. Wer mit Reuß spricht, versteht, was Philologie bedeuten kann. – Eine wunderbare Einheit von Text und Bild!
Nagelprobe der Freiheit
Die Nagelprobe der Freiheit ist die erste Person Plural. (Georg Neureither)
Illusion der Unabhängigkeit
Bei solchen Veranstaltungen hospitiere ich… – ich komme auf eine Viertelstunde und gehe wieder meiner Wege. Das gibt mir die Illusion der Unabhängigkeit… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 160 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Die Schuld des Menschen
Die Götter wollten und ließen tun; aber die Schuld war des Menschen. (Thomas Mann, Joseph und seine Brüder I: Die Geschichten Jaakobs, S. 239 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1983])
Freiheit und Notwendigkeit
Wir haben nicht die Freiheit, dies oder jenes zu erreichen, aber die, das Notwendige zu tun oder nichts. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 1195)
Was entlastet
Worte entlasten nicht, der Zeuge entlastet. (Jakob Wassermann, Joseph Kerkhovens dritte Existenz, 1989, S. 446)
Offene Tür und doch kein Weg
Glaubst du denn, Frieda, wirklich, ich hätte dir die Türen geöffnet, um dir den Weg freizugeben? (Franz Kafka, Das Schloß, 1989, S. 331 [die vom Autor gestrichenen Stellen])
Von der Wertlosigkeit der Freiheit
„Ja frei bin ich“, sagte Karl und nichts schien ihm wertloser. (Franz Kafka, Der Verschollene, 4. Aufl. 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 133)