Zitat des Tages: „Wir alle leben in der Zeit, und wenn wir aus ihr herausfallen, werden wir verrückt oder schreiben Gedichte. Nichts in diesem Verrücktsein erzwingen zu wollen und sich mit Poesie wie mit Nacktheit gegen die Grobheiten der eigenen Zeit zu wehren, das ist gerade heute mehr als nur Kunst, es ist die Kunst…
Schlagwort: FAZ
Rolle und Privatheit
„Wer sich entlang von Sachbezügen und Funktionen im Sozialen als Rollenträger versteht und deshalb nicht alles persönlich nimmt, dessen Außengeleitetheit widerspricht nicht etwa einem reichen inneren Antriebsleben. Rollenverständnis ist im Gegenteil die Bedingung der Möglichkeit von Privatheit und Intimsphäre, eines inneren, durch alle Bedingtheiten hindurch doch unverfügbaren Bezirks… Das muss nicht in stoische Indifferenz führen……
Eierlikörorgie
Eierlikörorgie
Defenestration
Der Prager Fenstersturz als „Besonderheit der traditionellen Prager Rechtspflege“!
Über die Limitierung des Lektürepensums
Zitat des Tages: „Ohne robuste Vorurteile lässt sich ein Lektürepensum nicht limitieren.“
Vertraute Fremde, fremde Vertraute
„Vertraute Fremde und fremde Vertraute kommen zusammen: Darin liegt der soziale Reiz, die Spur des Unheimlichen einer so beliebten wie verhassten Institution der Geselligkeit.“
Prost!
Zitat des Tages: „Bier ist unvergleichlich. Es ist ein kalmierendes, poetisches und zugleich ein dialogisches, produktives Getränk. Es fällt aus unserer Zeit des Kontroll- und Optimierungswahns. Gut so.“
Freiheit und Gleichheit
„Freiheit kann … immer nur mit Selbstbeschränkung funktionieren, sonst verkommt sie zur Freiheit der wenigen und verrät die Gleichheit.“
Solidarität wofür?
„Die Spaßgesellschaft, die nichts ernst nimmt und der nichts heilig ist, stößt auf heiligen Ernst, der keinen Spaß versteht. Ein Abgrund tut sich auf. Werden die beiden Welten einander je verstehen, je vertragen, je achten?“ – Isensee, milde.
Halbmast
„Als er (sc. Papst Johannes Paul II.) starb, hingen in der Türkei die Flaggen auf halbmast.“ – Beeindruckend!
Du sollst nicht töten – und nicht töten lassen
„Verantwortung für den Frieden kann im äußersten Notfall den Einsatz von Waffengewalt einschließen. Diese Erkenntnis ändert nichts am Vorrang der Gewaltfreiheit. Denn ein Ende der Gewalt, bevor sie weitere Opfer fordert, ist der einzige Sinn einer solchen Notmaßnahme. Das Gebot, nicht zu töten, wird damit nicht außer Kraft gesetzt.“
Thomas Mann in Bild und Ton
Archivgut 20520: Unter dieser Signatur findet sich zwischen den Aufnahmen im Bundesarchiv der erste, einzige und bisher unbekannte Tonfilm eines deutschen Dichters vor 1933. Es ist, nahezu naturgemäß, Thomas Mann.