Wesen der Seele

… denn Berg und Strom, Baum und Blatt, Wurzel und Blüte, alles Gebildete in der Natur liegt in uns vorgebildet, stammt aus der Seele, deren Wesen Ewigkeit ist… (Hermann Hesse, Demian, 54. Aufl. 2024, S. 124)

Mount Everest

Sagt dir der Begriff Leichengasse etwas? Nicht? Nun, da oben gibt es einen Bereich, da glaubst du, du bist in einem verdammten Wachsfigurenkabinett. Überall Tote. Sitzen, liegen, lehnen an Felsen, der eine hier, der andere dort, wo sie eben gestorben sind. Ein fürchterlicher Anblick… Einige haben mittlerweile sogar Namen. Es gibt den Winkenden Mann, weil…

Wer Ewigkeit will

Wer Ewigkeit will, darf nicht einmal den Zweck des eigenen Überlebens verfolgen. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 26)

Demenz und Ewigkeit

In der Demenz und in der Ewigkeit… ist alles immer neu. (Thomas Hürlimann, Der Rote Diamant, 2022, S. 279)

Leben, Sterben: Ewigkeit, Zeitlichkeit

[W]as lebt, muss sterben Und Ew’ges nach der Zeitlichkeit erwerben. (William Shakespeare, Hamlet, übers. v. August Wilhelm Schlegel, Erster Akt, Zweite Szene)

Der beste Gedanke

Ich habe einen Gedanken gefunden, …, den du wieder für Scherz oder für Narrheit halten wirst, der aber mein bester Gedanke ist. Er heißt: von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr! Nämlich so: eine Wahrheit läßt sich immer nur aussprechen und in Worte hüllen, wenn sie einseitig ist. Einseitig ist alles, was mit Gedanken…

Ewigkeit der Gegenwart

… das Gefühl der Gegenwart und Gleichzeitigkeit durchdrang ihn…, das Gefühl der Ewigkeit. Tief empfand er, tiefer als jemals, … die Ewigkeit des Augenblicks. (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 93)

Die Zeitlosigkeit der Zeit oder: Die Ewigkeit der Gegenwart

Vasudeva war kein Freund der Worte, selten gelang es Siddhartha, ihn zum Sprechen zu bringen. „Hast du“, so fragte er ihn einst, „hast auch du vom Flusse jenes Geheime gelernt: daß es keine Zeit gibt?“ … „Ja, Siddhartha“, sprach er. „Es ist doch dieses, was du meinst: daß der Fluß überall zugleich ist, am Ursprung…

Ew’ge Ruh’

Von den Geheimnissen des Flusses aber sah er … eines, das ergriff seine Seele. Er sah: dies Wasser lief und lief, immerzu lief es, und war doch immer da, war immer und allezeit dasselbe und doch jeden Augenblick neu! (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 83)

Nur Mitwelt

Ich denke mir: wir Menschen … mit der Sehnsucht, mit der Dimension zuviel, könnten gar nicht leben, wenn es nicht außer der Luft dieser Welt auch noch eine andre Luft zu atmen gäbe, wenn nicht außer der Zeit auch noch die Ewigkeit bestünde, und die ist das Reich des Echten. Dazu gehört … ebenso das…

Bild und Idee

„Aber was war es denn, was die Kunst dir gebracht und bedeutet hat?“ „Es war die Überwindung der Vergänglichkeit. Ich sah, daß aus dem Narrenspiel und Totentanz des Menschenlebens etwas übrigblieb und überdauerte: die Kunstwerke. Auch sie vergehen ja wohl irgendeinmal, sie verbrennen oder verderben oder werden wieder zerschlagen. Aber immerhin überdauern sie manches Menschenleben…