Man kann den Menschen nicht verwehren, Zu denken, was sie wollen. (Friedrich Schiller, Maria Stuart, 2001, V. 1009 f.)
Schlagwort: Denken
Mathematik: statisch und dynamisch
Das antike Zahlendenken faßt die Dinge auf, wie sie sind, als Größen, zeitlos, rein gegenwärtig. Das führte zur euklidischen Geometrie, zur mathematischen Statik und zum Abschluß des geistigen Systems durch die Lehre von den Kegelschnitten. Wir fassen die Dinge auf, wie sie werden und sich verhalten, als Funktionen. Das führte zur Dynamik, zur analytischen Geometrie und von ihr zur Differentialrechnung. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes,…
Mathematik: statisch und dynamisch
Das antike Zahlendenken faßt die Dinge auf, wie sie sind, als Größen, zeitlos, rein gegenwärtig. Das führte zur euklidischen Geometrie, zur mathematischen Statik und zum Abschluß des geistigen Systems durch die Lehre von den Kegelschnitten. Wir fassen die Dinge auf, wie sie werden und sich verhalten, als Funktionen. Das führte zur Dynamik, zur analytischen Geometrie und von ihr zur Differentialrechnung. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes,…
Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden
Ein mutiges studentisches Beispiel: „Ich weiß am Anfang eines Satzes nicht immer, was ich am Ende gesagt haben werde!“
We Think Too Much and Feel Too Little!
Es braucht viel mehr Zeit, die Dinge zu empfinden, sie bis auf den Grund durchzuempfinden, als sie gedanklich zu durchdringen, sie ganz und gar zu durchdringen, wenngleich auch das nicht wenig Zeit braucht. Und dennoch: “We think too much and feel too little!” (Charlie Chaplin, The Great Dictator)
Durch Mitleid wissend
Durch Mitleid wissend, es bedeutet tausendmal mehr Wissen, als durch Bücher wissend sein! (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, II Aus dem Nachlaß, 1987, S. 1045)
Die Sorge des Kommandanten
Ich bin der Kommandant und lasse daran nie einen Zweifel, vor allem nicht bei mir selbst. Meiner Geschwindigkeit müssen sich, weil sie die langsamste ist, alle anderen anpassen. Erst wenn in diesem Punkt Respekt geschaffen ist, können Sicherheit und Aufmerksamkeit einkehren. Ich bin mir selbst ein Freund. Ich nehme ernst, was ich denke und empfinde….
Am Grunde des tätigen Lebens
… Lebenstrauer…, wie sie am Grunde des tätigen Lebens zurückbleibt, weil man nie das findet, womit man zufrieden ist… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 641)
Schon immer gedacht
Er hatte das Gefühl, sich das, was er soeben gelesen hatte, immer schon gedacht zu haben… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 616)
Des Staatsbürgers Anmaßung
Aber … die alt-österreichische Maxime, daß der Staatsbürger nicht über alles nachdenken soll, [hat] schon recht gehabt. Es kommt selten etwas Gutes dabei heraus, und es hat leicht etwas von Anmaßung. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 415)
Erkenntnis durch Empfindung
… Ursachen erkennen, …, das eben ist Denken, und dadurch allein werden Empfindungen zu Erkenntnissen und gehen nicht verloren, sondern werden wesenhaft und beginnen auszustrahlen, was in ihnen ist. (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 34)
Gefälligkeitskette
… der Gedanke an alles, was wir lieben, geht in die Dinge ein, die wir schaffen. (J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, 5. Aufl. 2001, S. 398)