Gewissheitsübermannt

Er sprach, wie man in einem Augenblick, der seiner selbst nicht gewiß ist, das Ergebnis jahrzehntelanger Gewißheit zusammenfaßt. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 216)

Die Leiden des Forschers

Es ist gar nicht richtig, daß der Forscher der Wahrheit nachstellt, sie stellt ihm nach. Er erleidet sie. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 215)

Nichtwissenwollen

… man kann nicht, nicht wissen wollen! (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 214)

Der Tertianer lernt digitales Lernen

Und dann war da noch jener Tertianer, voll des Lobes auf das digitale Zeitalter: „Wenn ich gewusst hätte, wie beschissen digitales Lernen ist und wie scheiße das alles funktioniert! Ich würd’ echt lieber wieder in die Schule!“

Auf dem Vorwurfskarussell

… bekanntlich weist man Vorwürfe umso heftiger zurück, je stärker man selbst zwischen Schuld und Unschuld gespannt ist. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 207)

Rechthaberei und Menschenwürde

Der Trieb, recht zu haben, ein Bedürfnis, das fast gleichbedeutend mit Menschenwürde ist… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 205)

Organisation der Zartheit

… die notwenige Organisierung der inneren Zartheit… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 200)

Die Verzagtheit des Moralisten

… die Verzagtheit des Moralisten, dem auf einmal und unerwartet der Himmel auf Erden begegnet… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 199)

Gott ist nicht modern

Gott ist im tiefsten unmodern… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 197)