Viele Wege sind ein Weg

„Kommen Sie mit“, sagte K. „Zeigen Sie mir den Weg, ich werde ihn verfehlen, es sind hier so viele Wege.“ „Es ist der einzige Weg“, sagte der Gerichtsdiener… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 67)

Leben ist Warten

„Worauf warten Sie hier?“ fragte K. höflich. Die unerwartete Ansprache aber machte den Mann verwirrt, was umso peinlicher aussah, da es sich offenbar um einen welterfahrenen Menschen handelte, der anderswo gewiß sich zu beherrschen verstand und die Überlegenheit, die er sich über viele erworben hatte, nicht leicht aufgab. Hier aber wußte eher auf eine so…

Großzügiger Verzicht

Allerdings hatte er keine Nebeneinkünfte aus Bestechungen oder Unterschlagungen und konnte sich auch vom Diener keine Frau auf dem Arm ins Bureau tragen lassen. Darauf wollte K. aber, wenigstens in diesem Leben, gerne verzichten. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 61)

Kampf und Niederlage

[E]r sah ein, daß dies die erste zweifellose Niederlage war… Es war natürlich gar kein Grund, sich deshalb zu ängstigen, er erhielt die Niederlage nur deshalb, weil er den Kampf aufsuchte. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 60)

Gesellschaftskampf

Sie gehören zu der Gesellschaft, die ich bekämpfen muß… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 54)

Nachgerechnet: Inflation

Zahl des Tages: Mehr als 7% Inflation sind es jetzt. Konkret heißt das, dass etwas, was heute 100 Euro kostet, in fünf Jahren schon 140 Euro kostet und in zehn Jahren fast 200 Euro. Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt in Deutschland betrug 2021 rund 4.100 Euro. Das wird in fünf Jahren 2.852 Euro entsprechen und in zehn…

Der Gepard

Der Gepard, das war der Panzer der Bundeswehr, an dem ich meinen Wehrdienst abgeleistet habe. Sein Plus: Er ist ziemlich einfach zu bedienen und zu warten. Meine Ausbildung an ihm dauerte damals (1989!) drei Monate, aber im Grunde waren wir schon nach einer Woche fit, ihn zu bedienen, und nach einer weiteren Woche, ihn zu…

Körpersprache

… die plötzliche Erkenntnis wollte Raum… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 50)