Die Gefühle für unsere Erzeuger gehören zu den Dingen, über die man sich besser nicht allzusehr den Kopf zerbricht. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 57)
Kategorie: Was er liest
Heute ein König!
Herausforderung des Schicksals? Egal. Jetzt fühlt er sich wie ein König. Was kostet die Welt? (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 57)
Literat ja, Romancier nein
Sie haben alle Tugenden des Literaten: Sie sind eitel, scheinheilig, ehrgeizig, wendig, egoistisch… Aber einen guten Romancier werden Sie nie abgeben… Weil Sie nie zuhören. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 48)
Konfektionierte Gefühle
… konfektionierte Gefühle… (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 43)
Imago patris
Nicht zu wissen, wer der Vater ist, erlöst von der Angst, dem Vater zu gleichen. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 7)
Alles eins!
Das Selbst verstehen heißt, in uns entdecken, was bereits zu uns gehört, und zugleich entdecken, daß es keinen wirklichen Unterschied gibt zwischen dem In-sich-selbst-Sein und der Einheit des Universums. (Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 5. Aufl. 1998, S. 109)
Leben oder Tod?
Der Mensch, der glaubt, sein (oder sein eigenes?) Leben zu kennen, kennt in Wirklichkeit nur seinen (oder seinen eigenen?) Tod. (Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 5. Aufl. 1998, S. 106)
Europäer in Indien
Für gewöhnlich lassen sich die Europäer, die nach Indien kommen, in zwei Gruppen unterteilen: in die, die glauben, die Transzendenz entdeckt zu haben, und in die, die sich zum radikalsten Laizismus bekennen. (Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 5. Aufl. 1998, S. 106)
Der Ausschnitt der Welt
… der vergrößerte Ausschnitt verfälscht den Kontext, man muß die Dinge aus der Entfernung betrachten. Méfiez-vouz des morceaux choisis. (Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 5. Aufl. 1998, S. 101)
Der Rahmen der Welt
… Fotos schließen die sichtbare Welt in einem Viereck ein. Ohne Rahmen ist das Sichtbare immer etwas anderes. (Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 5. Aufl. 1998, S. 15)
Lebensbefehl
Ich schaue in eine ungeborene und schemenhafte Welt hinein, die geordnet und gebildet sein will, ich sehe in ein Gewimmel von Schatten menschlicher Gestalten, die mir winken, daß ich sie banne und erlöse: tragische und lächerliche und solche, die beides zugleich sind, – und diesen bin ich sehr zugetan. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Tonio Kröger,…
Der rechte Weg II
Denn etliche gehen mit Notwendigkeit in die Irre, weil es einen rechten Weg für sie überhaupt nicht gibt. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Tonio Kröger, S. 273 ff. [335] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])