… die Welt … hatte einen ungeheuern Riss, er hatte keinen Hass, keine Liebe, keine Hoffnung, eine schreckliche Leere und doch eine folternde Unruhe, sie auszufüllen. (Georg Büchner, Lenz, 2016, S. 29)
Kategorie: Was er liest
Landschaftsenge
… die Landschaft … war so eng, dass er an alles zu stoßen fürchtete. (Georg Büchner, Lenz, 2016, S. 27)
Die Dummheit des Himmels und die Lächerlichkeit des Mondes
… der Himmel war ein dummes blaues Aug, und der Mond stand ganz lächerlich drin… (Georg Büchner, Lenz, 2016, S. 23)
Wann sich das Leben neu schreibt
Zwischen all den Geschichten, die wir uns erzählen, um zu leben, und zwischen all den Versuchen, diese Geschichten abzulegen, wenn wir merken, dass sie unsere Sicht auf die Dinge verzerren und zu selbstgebauten Gefängnissen werden, gibt es Momente der Stille… Es sind Momente großer Offenheit, in denen alles möglich und unmöglich zugleich scheint. Momente der…
Mit der Ambivalenz des Daseins leben
Manchmal … lassen sich schlicht keine Lösungen für unsere Probleme finden, weil es diese Lösungen nicht gibt. Manchmal lasse sich Uneindeutigkeit nicht bearbeiten, wegdenken oder wegtherapieren. Manchmal blieben drängende Fragen unbeantwortet, weil sie keine Antwort haben. Unsere Aufgabe besteht dann darin, die Uneindeutigkeit zu akzeptieren und in dieser Akzeptanz nach neuen Möglichkeiten für uns zu…
Wer freundlich ist, wer nicht
Wenn Gesellschaften ihre Mitglieder wie selbstverständlich in Gewinnende und Verlierende aufteilen, führt das vielleicht zwangsläufig dazu, dass nur jene Menschen freundlich sind, die es nötig haben. (Daniel Schreiber, Allein, 5. Aufl. 2021, S. 37)
Komödiant wird Held
[O]ft wird ein Komödiant dadurch, daß er den Helden spielt, zum Helden. (Marcel Pagnol, Marcel. Das Schloß meiner Mutter, 8. Aufl. 1991, S. 109)
Unglück und Vertrauen
Unglück ist nie vertrauenerweckend… (Marcel Pagnol, Marcel. Das Schloß meiner Mutter, 8. Aufl. 1991, S. 91)
Jagdlügen zählen nicht!
Eine Jagdlüge zählt nicht, …, es ist nicht einmal der Mühe wert, sie zu beichten! (Marcel Pagnol, Marcel. Der Ruhm meines Vaters, 7. Aufl. 1991, S. 125)
Wegveränderung
Wege, die man hinter sich läßt, benutzen die Gelegenheit, um sich zu verändern. (Marcel Pagnol, Marcel. Der Ruhm meines Vaters, 7. Aufl. 1991, S. 114)
Ich bin nicht so
Tatsächlich werden wir in dem Vertrauen geboren, dass uns jemand nährt und liebt, aber wir können nur reifer werden und uns selbst finden, wenn wir aus dieser … Geborgenheit herauskommen, wenn wir keine Gefangene bleiben, wenn wir den Mut haben, denen, die uns zuerst geliebt haben, und allen, die nach ihnen kamen oder gar kommen werden,…
Von der Lüge befreit
Kunst ist Magie – befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein. (Theodor W. Adorno, Minima Moralia [zit. n. Alessandro Bellardita, Der Zeugenmacher, 2021, S. 90])