[D]er Proceß kam in Gang und er mußte sich dem entgegenstellen… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 35)
Kategorie: Was er liest
Kuss an der Gurgel
Schließlich küßte er sie…, wo die Gurgel ist, und dort ließ er die Lippen lange liegen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 34)
Die Sache mit dem Handgelenk oder: niemals und niemandem
K. faßte sie bei der Hand und dann beim Handgelenk: „Sie sind mir aber nicht böse?“ sagte er. Sie streifte seine Hand ab und antwortete: „Nein, nein, ich bin niemals und niemandem böse“. Er faßte wieder nach ihrem Handgelenk, sie duldete es jetzt… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 33)
Rat und Ratlosigkeit
„Ja, aber wenn ich Ratgeber sein soll, müßte ich wissen, um was es sich handelt“, sagte Fräulein Bürstner. „Das ist eben der Haken“, sagte K., „das weiß ich selbst nicht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 30)
Die Anziehungskraft des Gerichts
[I]ch möchte alles wissen und gerade Gerichtssachen interessieren mich ungemein. Das Gericht hat eine eigentümliche Anziehungskraft, nicht? (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 30)
Schuldlos?
„Doch“, sagte K., „glauben Sie denn daß ich schuldlos bin?“ „Nun schuldlos…“, sagte das Fräulein, „ich will nicht gleich ein vielleicht folgenschweres Urteil aussprechen… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 30)
Die Reinheit
„Die Reinheit!“, rief K. noch durch die Spalte der Tür, „wenn Sie die Pension rein erhalten wollen, müssen Sie zuerst mir kündigen.“ (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 27)
Die Verleumdung
Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 7)
Philosophie: des Werdens und des Gewordenen
Plato und Goethe repräsentieren die Philosophie des Werdens, Aristoteles und Kant die des Gewordenen. Hier steht Intuition gegen Analyse. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 68)
System ohne Gedanken
Nichts ist einfacher, als an Stelle von Gedanken, die man nicht hat, ein System zu begründen. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 58)
Der Mensch: kultiviert und zivilisiert
Der kultivierte Mensch hat seine Energie nach innen, der zivilisierte nach außen. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 51)
Kultur und Zivilisation: Grieche und Römer
[J]ede Kultur hat ihre eigne Zivilisation. Zum ersten Male werden hier die beiden Worte … in periodischem Sinne, als Ausdrücke für ein strenges und notwendiges organisches Nacheinander gefaßt. Damit erst wird man den Römer als den Nachfolger des Hellenen verstehen… Griechische Seele und römischer Intellekt – das ist es. So unterscheiden sich Kultur und Zivilisation. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998,…