Mit den Augen des andern sehen

Der hat mich so erstaunt angesehen, der blöde Kerl. Wissen Sie, … – kommt das bei Ihnen auch vor? – man sieht sich auf einmal mit den Augen eines andern Menschen. Man versucht zu begreifen, wie er einen sieht, und dann sieht man sich selbst so. Nur einen Augenblick lang… (Fred von Hoerschelmann, Das Schiff…

Schlepper

Das Schiff hält. Die Lichter sind aus. Die steigen zu mir in die Barkasse… Ich sage: „… jetzt sind wir gleich angekommen…“, und fahre sie eine Weile. Dann sag ich: „Jetzt sind nur noch zehn Meter bis zum Strand, das letzte Stückchen müsst ihr schwimmen, weiter fahr ich nicht.“ Und die sind so gierig, an…

Des Lebens Wüste lebt

Und jetzt? … Unser Leben ist eine Wüste geworden. Aber wir haben uns doch getroffen, mitten in dieser Wüste. Das ist ein Wunder. (Fred von Hoerschelmann, Das Schiff Esperanza, 2016, S. 19)

Das ist Wahrheit

Hier ist kein Zwang. Am Ende zwingt die Wahrheit jeden doch, Sie braucht nicht äußre Helfer und Beschützer. Wär sie auch Wahrheit sonst? (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1728 ff.)

Menschenleben, Menschenschicksal

Ein Menschenleben, ach, es ist so wenig, Ein Menschenschicksal aber ist so viel. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1665 f.)

Unrecht Gut

Die Rache sucht des Schadens Stifter ja. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1631)

Am wahrsten

So lass uns schweigen, dann sind wir am wahrsten… (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1447)

Ehemann

Ein Ehmann muss an manches sich gewöhnen. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1385)

Freiheit oder Not?

Was nützt es uns, dass wir im Freien sind, Wenn wir vor Mangel grausamlich verschmachten? (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1256 f.)

Öffentliches Gut

Ich kann am Guten mich und Schönen freun Wie man genießt der Sonne goldnes Licht, Das niemands ist und allen doch gehört. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 1162 ff.)