Der Anwalt versteht sein Geschäft!

„Mag sein“, sagte der Advokat, „wir wollen … nichts übereilen.“ Er gebrauchte das Wort „wir“, als habe er nicht die Absicht K. freizulassen und als wolle er, wenn er schon nicht sein Vertreter sein dürfe, wenigstens sein Berater bleiben. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 170)

Die wirklich schönen Angeklagten

Die Angeklagten sind eben die Schönsten. Es kann nicht die Schuld sein, die sie schön macht, denn … es sind doch nicht alle schuldig, es kann auch nicht die künftige Strafe sein, die sie jetzt schon schön macht, denn es werden doch nicht alle bestraft, es kann also nur an dem gegen sie erhobenen Verfahren…

Die wirklich großen Advokaten

„Nach diesem (sc. Gerichtsgebrauch) gibt es … außer den Winkeladvokaten noch kleine und große Advokaten.“ … „Die großen Advokaten?“ fragte K. „Wer sind denn die? Wie kommt man zu ihnen?“ … „Wer die großen Advokaten sind weiß ich nicht und zu ihnen kommen, kann man wohl gar nicht… Manchen verteidigen sie, aber durch eigenen Willen…

Von der Wertlosigkeit der Arbeit eines Anwalts

Übrigens hat es sich bei meinen Eingaben … gezeigt, daß sie ganz wertlos waren… [Z]war gelehrt, aber eigentlich inhaltslos. Vor allem sehr viel Latein, das ich nicht verstehe, dann seitenlange allgemeine Anrufungen des Gerichtes, dann Schmeicheleien…, dann Selbstlob des Advokaten, wobei er sich auf geradezu hündische Weise vor dem Gericht demütigte, und endlich Untersuchungen von…

Aktionismus nutzt nichts

Das Warten ist nicht nutzlos, … nutzlos ist nur das selbstständige Eingreifen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 161)

Wo der Verstand endet, beginnt der Aberglaube

Sie müssen bedenken, daß in diesem Verfahren immer wieder viele Dinge zur Sprache kommen, für die der Verstand nicht mehr ausreicht, … und zum Ersatz verlegt man sich auf den Aberglauben. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 159)

Kafka hat Witz oder: Wieder selbst erhöht

„Ich werde…“, sagte K., „… wohl kaum mehr so ehrenvoll aufgenommen werden wie damals. Alle standen auf. Man dachte wohl, ich sei ein Richter.“ „Nein“, sagte der Kaufmann, „wir grüßten damals den Gerichtsdiener.“ (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 159)

Wie der Schatz im Acker

Ich habe … alles was ich besitze auf dem Proceß verwendet. So habe ich z.B. alles Geld meinem Geschäft entzogen, früher füllten die Bureauräume meines Geschäftes fast ein Stockwerk, heute genügt eine kleine Kammer im Hinterhaus, wo ich mit einem Lehrjungen arbeite. Diesen Rückgang hat natürlich nicht nur die Entziehung des Geldes verschuldet, sondern mehr…

Wie der Schatz im Acker

Ich habe … alles was ich besitze auf dem Proceß verwendet. So habe ich z.B. alles Geld meinem Geschäft entzogen, früher füllten die Bureauräume meines Geschäftes fast ein Stockwerk, heute genügt eine kleine Kammer im Hinterhaus, wo ich mit einem Lehrjungen arbeite. Diesen Rückgang hat natürlich nicht nur die Entziehung des Geldes verschuldet, sondern mehr…

Wer sich selbst erhöht…

Er fühlte sich so frei, wie man es sonst nur ist, wenn man in der Fremde mit niedrigen Leuten spricht, alles was einen selbst betrifft, bei sich behält, nur gleichmütig von den Interessen der andern redet, sie dadurch vor sich selbst erhöht aber auch nach Belieben fallen lassen kann. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S….

Standortvorteil: Heidelberg vor Berlin!

Zitat des Tages: „Von Heidelberg startend, bin ich in weniger als einer Stunde in Frankfurt, Stuttgart oder Karlsruhe – diese Zeit brauche ich auch vom einen Ende Berlins zum anderen.“

Von vorn

Man muß wieder alle Kräfte zusammennehmen und darf sich nicht ergeben. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 145)