Rolle und Privatheit

„Wer sich entlang von Sachbezügen und Funktionen im Sozialen als Rollenträger versteht und deshalb nicht alles persönlich nimmt, dessen Außengeleitetheit widerspricht nicht etwa einem reichen inneren Antriebsleben. Rollenverständnis ist im Gegenteil die Bedingung der Möglichkeit von Privatheit und Intimsphäre, eines inneren, durch alle Bedingtheiten hindurch doch unverfügbaren Bezirks… Das muss nicht in stoische Indifferenz führen… Denn was zeichnete Menschlichkeit eher aus als dies: verwundbar zu bleiben?“

(Christian Geyer, Modethema Resilienz – Nicht aus der Rolle fallen!, Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.01.2019)

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