Das Lachen

[S]ie lachten und lachten, sie brüllten vor Lachen, zwei Männer, die sich für einen Moment über alle Angst, alle Trauer, alle Enttäuschung und über ihre ganze Lebensmüdigkeit zu erheben vermochten. Die im Lachen auf kostbare Weise verbunden waren, wenngleich die Angst, die Trauer und die Enttäuschung ihre ganz eigenen waren und ihnen ihre ganz eigene Einsamkeit schufen…

Sie lachten und lachten immer weiter, sie sahen sich an und wußten voneinander, daß sie auch über das frühere Lachen lachten, und darüber, daß man über das Wichtigste, was es gab, am besten lachte.

(Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, 3. Aufl. 2006, S. 459 f.)

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