Schicksal bedeutet ein Wohin, Kausalität bedeutet ein Woher. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 500)
Monat: November 1991
Kultur und Zivilisation: von der Tugend zur Macht
An Stelle der sokratischen Formel: „Wissen ist Tugend“ setzte schon Bacon den Spruch: „Wissen ist Macht“. Der Stoiker nimmt die Welt, wie sie ist. Der Sozialist will sie der Form, dem Gehalt nach organisieren, umprägen, mit seinem Geist erfüllen. Der Stoiker paßt sich an. Der Sozialist befiehlt… Will man dem römischen „Panem et circenses“, …, das entsprechende Symbol ……
Kultur und Zivilisation: Religion und Irreligion
Das Wesen aller Kultur ist Religion; folglich ist das Wesen aller Zivilisation Irreligion… Dies … ist es, was im historischen Weltbild als die Wendung der Kultur zur Zivilisation erscheint, als das Klimakterium der Kultur, …, wo die … Konstruktion an Stelle der Zeugung tritt. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 458 f.)
Kultur und Zivilisation: Seele und Geist
In allen Zivilisationen wird ein durchseeltes Sein von einem durchgeistigten abgelöst… Was sie zum Ausdruck bringen, ist verschieden, daß sie es so zum Ausdruck bringen, kennzeichnet sie als „gleichzeitig“. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 457)
Umwertung aller Werte: von der Kultur zur Zivilisation
Sobald … das Leben Objekt der Betrachtung geworden ist, wird die Moral zum Problem. Kulturmoral ist die Moral, welche man hat, zivilisierte die, welche man sucht. Die eine ist zu tief, um auf logischem Wege erschöpft zu werden, die andre ist eine Funktion der Logik… An dieser Stelle beginnt die zivilisierte Ethik, die nicht der Reflex des Lebens…
Selbstverständlichkeit
Erst der Kranke fühlt seine Glieder. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 451)