Wenn schon täuschen, dann aber richtig!

Nach meiner Theorie wird jede Täuschung, der keinerlei höhere Wahrheit zugrunde liegt und die nichts ist als bare Lüge, plump, unvollkommen und für den erstbesten durchschaubar sein. Nur der Betrug hat Aussicht auf Erfolg und lebensvolle Wirkung unter den Menschen, der den Namen des Betrugs nicht durchaus verdient, sondern nichts ist als die Ausstattung einer…

Verhungernde Liebe

„Wer mag nur zuerst entdeckt haben, daß die Wirkung der Dichtkunst die Liebe vertreibt?“ „Ich habe bisher in der Dichtkunst die Nahrung der Liebe gesehen“… „Für eine schöne, kräftige, gesunde Liebe mag es zutreffen. Was stark ist, ist leicht zu nähren. Aber sofern es sich nur um eine leichte Zuneigung handelt, bin ich überzeugt, daß…

Die beruhigende Wirkung des Rechts

Die Beschäftigung mit dem Recht hat immer eine beruhigende Wirkung. Alles findet darin seinen Platz. (Juli Zeh, Adler und Engel, 30. Aufl. 2018, S. 363)

Wirkung von Wasserstoffbomben

OPPENHEIMER Da es nach einem dritten Weltkrieg, mit Wasserstoffbomben geführt, keine Sieger und keine Besiegten mehr geben wird, sondern nur achtundneunzigprozentig und hundertprozentig Vernichtete… ROBB … wenn wir von einer thermonuklearen Bombe sprechen, dann meinen wir eine Bombe, die 10 000mal so stark wie eine normale Atombombe ist… OPPENHEIMER … Die Todeszone eines mittleren Modells hat…

Müßiggang ist

In müß’ger Weile schafft der böse Geist. (Friedrich Schiller, Maria Stuart, 2001, V. 13)

Ruhe: stärker als Lärm

Die Leute der linken Partei, …, mochten im Grunde ebenso unbedeutend sein wie die der rechten Partei, aber die Ruhe ihres Verhaltens ließ sie bedeutungsvoller erscheinen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 43)

Galadriels Geschenk

[E]ines Tages, nach Wochen, in denen er zu viel zu tun hatte, …, kam ihm Galadriels Geschenk wieder in den Sinn. Er suchte die Schachtel hervor, zeigt sie den anderen … und holte ihren Rat ein. „Ich hab mich schon gefragt, wann du endlich daran denken würdest“, sagte Frodo. „Mach sie auf!“ Sie war mit…

Wirkung der Einsamkeit

Einsamkeit zeitigt das Originale, das gewagt und befremdend Schöne, das Gedicht. Einsamkeit zeitigt aber auch das Verkehrte, das Unverhältnismäßige, das Absurde und Unerlaubte. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [583] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])