Wer am meisten liebt, ist der Unterlegene und muß leiden, – diese schlichte und harte Lehre hatte seine … Seele bereits vom Leben entgegengenommen; und er war so geartet, daß er solche Erfahrungen wohl vermerkte, sie gleichsam innerlich aufschrieb… (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Tonio Kröger, S. 273 ff. [275] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
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Kein Lebensinhalt
Wahrscheinlich kann man vom Nichtwollen seelisch nicht leben; eine Sache nicht tun wollen, das ist auf die Dauer kein Lebensinhalt… (Thomas Mann, Späte Erzählungen – Mario und der Zauberer, S. 186 ff. [231] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Keine Willensfreiheit
Die Freiheit existiert, und auch der Wille existiert; aber die Willensfreiheit existiert nicht, denn ein Wille, der sich auf seine Freiheit richtet, stößt ins Leere. (Thomas Mann, Späte Erzählungen – Mario und der Zauberer, S. 186 ff. [218] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Humbugschärpe
… Humbugschärpe… (Thomas Mann, Späte Erzählungen – Mario und der Zauberer, S. 186 ff. [208] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Die Nation der Kinder
Man verstand bald, daß Politisches umging, die Idee der Nation im Spiele war. Tatsächlich wimmelte es am Strande von patriotischen Kindern, – eine unnatürliche und niederschlagende Erscheinung. Kinder bilden ja eine Menschenspezies und Gesellschaft für sich, sozusagen eine eigene Nation… (Thomas Mann, Späte Erzählungen – Mario und der Zauberer, S. 186 ff. [194] [Frankfurter Ausgabe, hrsg….
Banalität des Bösen
… ich persönlich gestehe, daß ich schwer über … Zusammenstöße mit dem landläufig Menschlichen, dem naiven Mißbrauch der Macht, der Ungerechtigkeit, der kriecherischen Korruption hinwegkomme. Sie beschäftigten mich zu lange, stürzten mich in ein irritiertes Nachdenken, das seine Fruchtlosigkeit der übergroßen Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit dieser Erscheinungen verdankt. (Thomas Mann, Späte Erzählungen – Mario und der…
Überlebtheit
… Überlebtheit… (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [639] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Vor Liebe außer sich
… aber wer außer sich ist, verabscheut nichts mehr, als wieder in sich zu gehen. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [631] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Tollheiten der Liebe
… denn die Leidenschaft lähmt den wählerischen Sinn und läßt sich allen Ernstes mit Reizen ein, welche die Nüchternheit … unwillig ablehnen würde. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [622] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Stadtväterlich
… stadtväterlich… (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [615] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Sehnsucht: Resultat mangelhafter Erkenntnis
Denn der Mensch liebt und ehrt den Menschen, solange er ihn nicht zu beurteilen vermag, und die Sehnsucht ist ein Erzeugnis mangelhafter Erkenntnis. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [612] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Augenbekanntschaft
Seltsamer, heikler ist nichts als das Verhältnis von Menschen, die sich nur mit den Augen kennen… (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [612] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])