… wo Dialektauflösung zu verzeichnen ist, bilden sich Regiolekte aus, die immerhin klangliche Eigenheiten der alten Dialekte in die Umgangssprache retten. (Roland Kaehlbrandt, Von der Schönheit der deutschen Sprache, 2. Aufl. 2025, S. 255)
Schlagwort: Schönheit
Meindeinchen
Mieendientj… Es bezeichnet zärtlich das profane hochdeutsche Trennbrett auf dem Rollband im Supermarkt. (Roland Kaehlbrandt, Von der Schönheit der deutschen Sprache, 2. Aufl. 2025, S. 251)
Völlig schwerelos
Wir fallen in die Höhe. (Roland Kaehlbrandt, Von der Schönheit der deutschen Sprache, 2. Aufl. 2025, S. 44)
Frankreichs Kunst
… Frankreich, das die Kunst beherrscht, zu sich selbst aufzublicken… (Roland Kaehlbrandt, Von der Schönheit der deutschen Sprache, 2. Aufl. 2025, S. 22)
Freigut des Herzens
Die Schönheit ist Freigut des Herzens. Sie kann das Gefühl nicht verhindern, das sie einflößt… Die Schönheit ist wehrlos gegen unser Gefühl. Sie kann gänzlich ungerührt, unberührt davon sein, es braucht sie nicht das mindeste anzugehen. Aber wehrlos ist sie dagegen. (Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, S. 337 f. [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de…
Thomas Manns Beauty-Tipps
So ist es: der arbeitende Stand sollte sich nicht „fein machen“ – nicht nach städtisch bürgerlichem Vorbild. Er tut es nur ungeschickt und erweist seinem Ansehen keinen Gefallen damit. (Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, S. 198 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1985])
Jede Religion ist schön
Ach, jede Religion ist schön. Religion ist Seele, einerlei, ob man ein christliches Abendmahl nimmt oder ob man nach Mekka wallfahrt. (Hermann Hesse, Demian, 54. Aufl. 2024, S. 130)
Beschämende Erfahrung
… die beschämende Erfahrung, daß hübsche junge Männer ebenso einen Lebensunterhalt brauchen wie häßliche. (Jane Austen, Stolz und Vorurteil, 1985, S. 164)
Schönheit, Lust, Seele, Küche
Ein flüchtiger Blick eröffnete sich ihm auf die Küche, in der Schönheit, Lust, Seele gemacht wird. (Heinrich Mann, Professor Unrat, 1987, S. 74)
Zu schön!
Alles war so schön, dass man einfach nicht ertragen konnte, es allein anzuschauen. (Astrid Lindgren, Mio, mein Mio, 2007, S. 24)
Vermehrung der Finsternis
Als sich K. … umdrehte, sah er nicht weit hinter sich eine hohe starke an einer Säule befestigte Kerze … brennen. So schön das war, zur Beleuchtung … war das gänzlich unzureichend, es vermehrte vielmehr die Finsternis. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 188 f.)
Die wirklich schönen Angeklagten
Die Angeklagten sind eben die Schönsten. Es kann nicht die Schuld sein, die sie schön macht, denn … es sind doch nicht alle schuldig, es kann auch nicht die künftige Strafe sein, die sie jetzt schon schön macht, denn es werden doch nicht alle bestraft, es kann also nur an dem gegen sie erhobenen Verfahren…