Vertrauensfrage

Die „Vertrauensfrage“, also die Frage, ob man jemandem vertrauen kann, kann ein Anzweifeln oder eine Versicherung des Vertrauens sein. Ist dem Fragenden die Zumutung, dem Befragten der Mut, welche der Frage innewohnen, bewusst, so ist die Frage selbst schon Ausdruck des Vertrauens.

Zuviel von sich verlangt

Er hatte dieses überwältigende Bedürfnis nach Vertrauen und danach, angenommen zu werden. Er meinte, diese Unsicherheit verbergen zu müssen, und manches, was wie Mut aussah und wie Kühnheit, war einfach eine Flucht nach vorn. Er hat unendlich viel von sich verlangt, viel zuviel, und darüber ist er selbstgerecht und scharfrichterlich geworden. (Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon,…

Leben hautnah

Das geht, man kann das Leben hautnah an sich herankommen lassen, man soll es vielleicht, aber dann muß man den Mut haben, der vor nichts zurückschreckt, vor keiner Bedrohung und vor keiner Demütigung. (Jakob Wassermann, Joseph Kerkhovens dritte Existenz, 1989, S. 65)