Die ärztliche Wissenschaft will, daß Fieber notwendig nur die Folge der Vergiftung des Blutes durch einen Krankheitserreger sein könne und daß es ein Fieber aus anderen als körperlichen Ursachen nicht gebe. Das ist lächerlich. (Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, S. 47 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1985])
Schlagwort: Körper
Körper und Seele
Aber der Körper ist zäh und stumpfsinnig dauerhaft, er hält aus, wenn die Seele sich längst nach Mitleid und milder Pflege sehnt… (Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, S. 43 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1985])
Par in parem non habet imperium
Die Kommandozentrale kann dem Körper Befehle erteilen, aber nicht sich selbst. Der Kopf kann dem Kopf das Denken nicht verbieten. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 80)
Jetzt wird es körperlich
… wenn mir jetzt der Proceß, förmlich im Geheimen, immer näher an den Leib rückt. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 171)
Körpersprache
… die plötzliche Erkenntnis wollte Raum… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 50)
Über die Zeit, über die Generationen
Zitat des Tages: „Der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG … kann eine objektivrechtliche Schutzverpflichtung auch in Bezug auf künftige Generationen begründen… Das Grundgesetz verpflichtet unter bestimmten Voraussetzungen zur Sicherung grundrechtsgeschützter Freiheit über die Zeit und zur verhältnismäßigen Verteilung von Freiheitschancen über die Generationen. Subjektivrechtlich schützen…
Auf Knopfdruck
Zitat des Tages: „Ich kann doch nicht immer auf Knopfdruck funktionieren, denn mein Körper, mein Geist, meine Seele – sie haben keine Knöpfe!“
Körper und Seele
Der Körper triumphiert, er will es anders als die Seele, und setzt sich durch, zur Blamage der Hochfliegenden, die lehren, er sei der Seele untertan. Es scheint, sie wissen nicht, was sie sagen, denn wenn sie recht hätten, so würfe das ein zweifelhaftes Licht auf die Seele… Denn die Frage, die ich aufstelle, ist eben,…
Persönliches und unpersönliches Leben
Der Mensch lebt nicht nur sein persönliches Leben als Einzelwesen, sondern, bewußt oder unbewußt, auch das seiner Epoche und Zeitgenossenschaft, und sollte er die allgemeinen und unpersönlichen Grundlagen seiner Existenz auch als unbedingt gegeben und selbstverständlich betrachten und von dem Einfall, Kritik daran zu üben, … weit entfernt sein, …, so ist doch sehr wohl…
Die unterschiedlichen Bestechlichkeiten des Körpers und des Geistes
Auch hier bestätigt sich, …, ganz gegen das ursprüngliche Temperament meines Denkens: daß der Körper weniger bestechlich ist als der Geist. Der Geist, er ist ein charmanter Schauplatz von Selbsttäuschungen, gewoben aus schönen, besänftigenden Worten, die uns eine irrtumsfreie Vertrautheit mit uns selbst vorgaukeln, eine Nähe des Erkennens, die uns davor feit, von uns selbst…
Das ist geisteskrank!
Der kranke Geist erregt nicht Mitleid wie der kranke Körper, sondern Furcht und Abneigung. (Jakob Wassermann, Joseph Kerkhovens dritte Existenz, 1989, S. 236)