… das Gefühl der Gegenwart und Gleichzeitigkeit durchdrang ihn…, das Gefühl der Ewigkeit. Tief empfand er, tiefer als jemals, … die Ewigkeit des Augenblicks. (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 93)
Schlagwort: Hesse
Alles gut
Nein, keine Lehre konnte ein wahrhaft Suchender annehmen, einer, der wahrhaft finden wollte. Der aber, der gefunden hat, der konnte jede, jede Lehre gutheißen, jeden Weg, jedes Ziel… (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 90)
Die Zeitlosigkeit der Zeit oder: Die Ewigkeit der Gegenwart
Vasudeva war kein Freund der Worte, selten gelang es Siddhartha, ihn zum Sprechen zu bringen. „Hast du“, so fragte er ihn einst, „hast auch du vom Flusse jenes Geheime gelernt: daß es keine Zeit gibt?“ … „Ja, Siddhartha“, sprach er. „Es ist doch dieses, was du meinst: daß der Fluß überall zugleich ist, am Ursprung…
Des Lebens und der Arbeit Schönheit
Aber ist nicht jedes Leben, ist nicht jede Arbeit schön? (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 84)
Ew’ge Ruh’
Von den Geheimnissen des Flusses aber sah er … eines, das ergriff seine Seele. Er sah: dies Wasser lief und lief, immerzu lief es, und war doch immer da, war immer und allezeit dasselbe und doch jeden Augenblick neu! (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 83)
Prosalyrik
… Himmel floß und Fluß, Wald starrte und Gebirg… (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 35)
Erkenntnis durch Empfindung
… Ursachen erkennen, …, das eben ist Denken, und dadurch allein werden Empfindungen zu Erkenntnissen und gehen nicht verloren, sondern werden wesenhaft und beginnen auszustrahlen, was in ihnen ist. (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 34)
Religionslehre
… keinem wird Erlösung zuteil durch Lehre! Keinem… wirst du in Worten und durch Lehre mitteilen und sagen können, was dir geschehen ist…! Vieles enthält die Lehre…, viele lehrt sie, rechtschaffen zu leben, Böses zu meiden. Eines aber enthält die so klare, die so ehrwürdige Lehre nicht: sie enthält nicht das Geheimnis dessen, was der…
Erfüllung
… sich hinzugeben in das Unentrinnbare, sich zu ergeben in das Sterbenmüssen… Es war nicht leicht, es einzusehen und sich davon erfüllen zu lassen. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, 31. Aufl. 1993, S. 259)
Sitzungen mit Priestern…
Es ist eine Abordnung von Geistlichen beim Grafen, er … wird wohl noch lange Verhandlungen mit ihnen haben, … Sitzungen mit … Priestern dauern immer lange. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, 31. Aufl. 1993, S. 247)
Der Glaube der Hausbesitzer
… jenen seltsamen Götzen der Entwicklung und des Fortschritts, an den die Hausbesitzer so verzweifelt glauben. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, 31. Aufl. 1993, S. 197)
Unselige Künstler
Er … gehörte nicht zu jenen unseligen Künstlern, welche wohl hohe Gaben haben, zu ihrer Äußerung aber nie die rechten Mittel finden. Es gibt ja manche solche Menschen, welchen es gegeben ist, die Schönheit der Welt tief und groß zu empfinden und in ihrer Seele hohe, edle Bilder zu tragen, welche aber nicht den Weg…