Bernard sollte an diesem Morgen die Erfahrung machen, daß es für Menschen mit hochgesinntem Herzen keine größere Freude gibt, als ihr Glück mit einem anderen zu teilen. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 333)
Schlagwort: Glück
Annäherung
Denn das Glück, sagte er sich, ist nicht, geliebt zu werden… Das Glück ist, zu lieben und vielleicht kleine, trügerische Annäherungen an den geliebten Gegenstand zu erhaschen. Und er schrieb diesen Gedanken innerlich auf, dachte ihn völlig aus und empfand ihn bis auf den Grund. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Tonio Kröger, S. 273 ff. [290]…
Wieder ein Mensch
Wie er so saß, …, fing er an zu begreifen, dass jenes abseitige Leben, das er eifersüchtig als sein alleiniges Eigentum bewacht hatte, diese heimliche Existenz, die scheinbar den innersten Kern seines Wesens bewahrte, letzten Endes kein Leben war, dass sie ein Nichts war, nicht einmal der Schatten eines Lebens. Zu leben begonnen hatte er…
Glück des Schriftstellers
Glück des Schriftstellers ist der Gedanke, der ganz Gefühl, ist das Gefühl, das ganz Gedanke zu werden vermag. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [608] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Die Poesie des einzelnen Lebens
Es gibt Dinge, die für uns Menschen zu groß sind: Schmerz, Einsamkeit und Tod, aber auch Schönheit, Erhabenheit und Glück. Dafür haben wir die Religion geschaffen. Was geschieht, wenn wir sie verlieren? Jene Dinge sind dann immer noch zu groß für uns. Was uns bleibt, ist die Poesie des einzelnen Lebens. Ist sie stark genug,…
Mut: ein Anagramm von Glück!
Zitat des Tages: „dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist!“
Liebe ohne Leiden
Wenn Sie lernen, den Duft von tausend Blumen zu genießen, klammern Sie sich nicht an eine einzelne, und leiden auch nicht, wenn Sie sie nicht bekommen.
Almosen und Glück
„O du Beneidenswerter!“ rief er aus; „du kannst noch am gestrigen Almosen zehren und ich nicht mehr am gestrigen Glücke!“ (Johann Wolfgang von Goethe, Die Wahlverwandtschaften, S. 345 [Erster Teil, Sechzehntes Kapitel] [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band VI: Romane und Novellen I, 14. Aufl. 1996])
Das Beglückende an Hunden
… das ist das Beglückende an Hunden, man liebt sie oder man braucht sie nicht zu haben. (Max Frisch, Stiller, 45. Aufl. 2013 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 105)