[M]ein Glück bestand tatsächlich aus dem gleichen Geheimnis wie das Glück der Träume, es bestand aus der Freiheit, alles irgend Erdenkliche gleichzeitig zu erleben, Außen und Innen spielend zu vertauschen, Zeit und Raum wie Kulissen zu verschieben… [S]o riefen wir das Gewesene, das Zukünftige, das Erdichtete schöpferisch in den gegenwärtigen Augenblick. (Hermann Hesse, Die Morgenlandfahrt, 20….
Schlagwort: Gleichzeitigkeit
Ewigkeit der Gegenwart
… das Gefühl der Gegenwart und Gleichzeitigkeit durchdrang ihn…, das Gefühl der Ewigkeit. Tief empfand er, tiefer als jemals, … die Ewigkeit des Augenblicks. (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 93)
Ew’ge Ruh’
Von den Geheimnissen des Flusses aber sah er … eines, das ergriff seine Seele. Er sah: dies Wasser lief und lief, immerzu lief es, und war doch immer da, war immer und allezeit dasselbe und doch jeden Augenblick neu! (Hermann Hesse, Siddhartha, 28. Aufl. 1987, S. 83)
Kultur und Zivilisation: Seele und Geist
In allen Zivilisationen wird ein durchseeltes Sein von einem durchgeistigten abgelöst… Was sie zum Ausdruck bringen, ist verschieden, daß sie es so zum Ausdruck bringen, kennzeichnet sie als „gleichzeitig“. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1998, S. 457)