Das Architektonische, das Emotionale und das Philosophische in der Musik: Daniel Barenboim als lebens- und erfahrungskluger Musiker und Lehrer!
Schlagwort: Gefühl
Hilflosigkeit
Sie habe immer das Gefühl, dass sich, was noch echte Überzeugung sei, vor anderen geradezu bestürzend naiv anhöre. (Emanuel Maeß, Gelenke des Lichts, 2019, S. 242)
Gefühlt richtig
Verleser des Tages: „Beigefügt erhalten Sie den geprüften und für richtig empfundenen Steuerbescheid des Finanzamts“ statt „… für richtig befundenen …“.
Mangel an Temperament
Seine Gefühle waren nie so heftig, daß er die Kontrolle über sie verlor. Manch einer beglückwünscht sich zu dieser Selbstbeherrschung, ohne sich eingestehen zu wollen, daß sie oft weniger auf Charakterstärke als auf einem Mangel an Temperament beruht. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 313)
Lyrische Erregung
… ich glaube gerne, daß man Künstler nur sein kann, wenn man die lyrische Erregung zu beherrschen vermag; doch um sie beherrschen zu können, ist es unerläßlich, sie erst einmal empfunden zu haben. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 305)
Im Reich der Empfindungen
Im Reich der Empfindungen ist das Wirkliche vom Eingebildeten nicht zu trennen. Und wenn es genügt, sich einzubilden, daß man liebt, um zu lieben, so genügt es auch, sich zu sagen, man bilde sich nur ein zu lieben, wenn man liebt, um sogleich etwas weniger zu lieben, ja, sich etwas von dem Geliebten zu lösen…
Amor parentis
Die Gefühle für unsere Erzeuger gehören zu den Dingen, über die man sich besser nicht allzusehr den Kopf zerbricht. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 57)
Konfektionierte Gefühle
… konfektionierte Gefühle… (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 43)
Von der Traurigkeit der Welt
Sich von der Traurigkeit der Welt nicht übermannen lassen; beobachten, merken, einfügen, auch das Quälendste, und übrigens guter Dinge sein… – ja freilich! Jedoch zuweilen wächst Ihnen die Sache trotz aller Vergnügungen des Ausdrucks ein wenig über den Kopf. Alles verstehen hieße alles verzeihen? Ich weiß doch nicht… – der Fall Hamlets, des Dänen… Er…
Glück des Schriftstellers
Glück des Schriftstellers ist der Gedanke, der ganz Gefühl, ist das Gefühl, das ganz Gedanke zu werden vermag. (Thomas Mann, Frühe Erzählungen – Der Tod in Venedig, S. 559 ff. [608] [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Konkurrenz
Die beiden gingen weiter, zwei Kontinente an Erfahrungen und Gefühlen, die sich einander nicht mitteilen konnten… Verwirrt, aus Zuneigung und Hass, sahen sie sich gegenseitig an. (William Golding, Herr der Fliegen, 2. Aufl. 2017, S. 59)
Über die Maßen eitel
Wie so viele Menschen, die ihren Erfolg ungenügend finden, war er über die Maßen eitel und verzehrt vom Gefühl der eigenen Bedeutsamkeit. (John Williams, Stoner, 10. Aufl. 2014, S. 77)