Ein junger Mann seiner Klasse und in seinen Verhältnissen tat etwas für sich, wenn es sich als ratsam erwies… So gehörte es sich. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 317 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Schlagwort: Der Zauberberg
Die Jugend – von heute, von gestern und von morgen
So undankbar ist die Jugend, die sich bildet. Sie läßt sich beschenken, um dann das Geschenk zu bemäkeln. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 312 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Innere Gegenwart
Er war zu benommen von dem, was er hinter sich ließ, …, als daß … seine innere Gegenwart sich sogleich hätte umstellen können. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 302 f. [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Rausch und Leidenschaft
… er erprobte alle Empfindungen, die Rausch und Leidenschaft eben erproben, wenn sie in der Außenwelt ihrer selbst ansichtig werden… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 297 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Innere Geschärftheit
… innerer Geschärftheit… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 296 f. [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Die einzige Art, den Tod zu betrachten
Gestatten Sie. Gestatten Sie mir, …, Ihnen zu sagen und Ihnen ans Herz zu legen, daß die einzig gesunde und edle, übrigens auch – ich will das ausdrücklich hinzufügen – auch die einzig religiöse Art, den Tod zu betrachten, die ist, ihn als Bestandteil und Zubehör, als heilige Bedingung des Lebens zu begreifen und zu…
Der stumpfe Ausdruck der Persönlichkeit
… mit dem stumpfen Ausdruck einer Persönlichkeit, die nur assistierenderweise anwesend ist… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 250 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Du und Sie der Liebe
… wenn nur die Augen sprechen, geht ja die Rede per Du, auch wenn der Mund noch nicht einmal „Sie“ gesagt hat… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 249 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Kritik und Urteil
Settembrini ist ein Kritiker, ein Mann des Urteils… Ich sollte vielleicht auch mehr urteilen und nicht alles nehmen, wie es ist… Aber manchmal fängt man mit Urteil und Tadel und gerechtem Ärgernis an, und dann kommt ganz anderes dazwischen, was mit Urteilen gar nichts zu tun hat, und dann ist es aus mit der Sittenstrenge,…
Gesegnete Nahrungsaufnahme!
„Gesegnete Nahrungsaufnahme“! Was für ein Kauderwelsch. Man kann sagen: „Gesegnete Mahlzeit“! denn „Mahlzeit“ ist ein poetisches Wort sozusagen, wie „tägliches Brot“, und verträgt sich ganz gut mit „gesegnet“. Aber „Nahrungsaufnahme“ ist ja die reine Physiologie, und dazu Segen zu wünschen, das ist doch ein höhnisches Gerede. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 247 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter…
Schöne Bescherung!
„Eine schöne Bescherung“, sagte er und stand an seines Vetters Lager, wie man eben vor einer „schönen Bescherung“ steht… (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 241 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])
Das Verstummen des Schuljungen
Er verstummte. Der Gute war noch so jung, er hatte sich noch das Verstummen des Schuljungen bewahrt, der in der Bank steht, nichts weiß und schweigt. (Thomas Mann, Der Zauberberg, S. 236 [Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, 1981])